ORF-Betriebsrat: Feilschen um Fiedler

12. März 2008, 16:32
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Teilzeitlösung ist Thema: ein Jahr Fiedler, drei für Götzhaber

Der roten Technikliste von Michael Götzhaber kommt bei der Wahl des Zentralbetriebsratschefs am Montag zentrale Bedeutung zu. Weil die "Unabhängigen" Gerhard Mosers kaum mit dem bürgerlichen Heinz Fiedler, bisher Vorsitzender, koalieren dürften, sind Götzhaber & Co. Königsmacher in dem Spiel.

Die Techniker sind auf Moser freilich nicht gerade gut zu sprechen, sagen ORF-Insider: Er habe auch im Wahlkampf darauf verwiesen, dass die Techniker 2003/04 von Verschlechterungen des Kollektivvertrags ausgenommen waren, die Programmmitarbeiter erlebten. Ein Deal der Technik mit Fiedler zeichnet sich langsam ab.

Derzeit wird heftig verhandelt, "anständig und wahrscheinlich auch unanständig", sagt ein bürgerlicher ORF-Stiftungsrat. Thema ist nach Infos des STANDARD eine Teilzeitlösung: ein Jahr Fiedler (der sich zwei wünscht), drei für Götzhaber. "Darf er noch weitermachen, wäre Fiedler trotz seiner Wahlniederlage Sieger", vermutet ein Stiftungsrat.

Andere Insider sehen Alexander Wrabetz als Sieger: Er könne sich als erster ORF-General seit Jahrzehnten auf eine Fiedler-freie Amtszeit einstellen. Jene von Wrabetz läuft bis Ende 2011. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 22.2.2008)

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