"Zu artifiziell": ORF-Kulturmontag wird überarbeitet

12. März 2008, 16:41
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"Befreiung von eigenen Dogmen": So beschreibt ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz das Kulturprogramm ab Montagabend

Wien – "Befreiung von eigenen Dogmen": So beschreibt ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz das Kulturprogramm ab kommenden Montagabend (der STANDARD berichtete). "Kulturmontag" heißt die 90-Minuten-Strecke nun, die bisherige Hauptsendung "lebens.art" mutiert zur "Rubrik" darin. Die Sendung habe er wohl "zu artifiziell" betitelt.

Die wöchentliche Kurzdoku namens "art.genossen" will er nun tendenziell früher in dieser Fläche ansetzen. Einige Ausgaben davon hätten im Kulturprogramm der vergangenen Monate Publikum besonders angezogen, argumentiert Lorenz. Der Programmdirektor will künftig auf dem Sendeplatz "mehr auf ein Gesicht setzen". Dieses Gesicht gehört TV-Kulturchef Martin Traxl.

Das heißt, die bisher deutlich stärker vertretene Moderatorin Clarissa Stadler verschwindet? Das verneint Lorenz, verweist auf Stadlers "sehr erfolgreiche" Sendung von der Berlinale, nennt aber keine neue Aufteilung der Sendungstermine zwischen den beiden. Der Moderator soll in der längeren Kulturzone mehr Zeit für Gespräche zwischen den Beiträgen und über diese haben, sagt Lorenz. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 20.2.2008)

  • ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz (Vordergrund) mit Clarissa Stadler und Martin Traxl.
    foto: orf/badzic

    ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz (Vordergrund) mit Clarissa Stadler und Martin Traxl.

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