Bad Gasteiner Ortszentrum vom Verfall bedroht

23. Jänner 2008, 18:11
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Denkmalgeschützte Objekte sollen vom Land rückgekauft und Kongresstourismus dadurch wieder angekurbelt werden

Das Ortsbild von Bad Gastein soll neu belebt und entwickelt werden. Die vom Verfall bedrohten Gebäude sollen vom Land zurückgekauft, saniert und dann neuen Hotelbetreibern wieder übergeben werden. Dies gaben LHStv. Wilfried Haslauer, der Gasteiner Bürgermeister Gerhard Steinbauer und Wirtschaftskammer-Vizepräsident LAbg. Hans Scharfetter am Dienstag bekannt.

Trostlos<7b>

Das Ortszentrum von Bad Gastein befindet sich in einer fatalen Situation. "Die Szenerie ist an Trostlosigkeit nicht zu überbieten. Die zum Teil denkmalgeschützten Objekte sind in ihrer Substanz bedroht. Das Kongresszentrum ist außer Betrieb. Es gibt in Bad Gastein praktisch keinen Kongressbetrieb mehr ", beschrieb Haslauer die Lage. Es handelt sich um eine Fläche von 46.000 Quadratmetern.

Die Gebäude befinden sich nun im Besitz eines Wiener Investors, der die Liegenschaften innerhalb der vergangenen zehn Jahre erwarb. Dieser sei auf der Suche nach Investoren, bis dato habe sich aber in punkto Sanierung der Gebäude nichts getan. Für Bürgermeister Gerhard Steinbauer ist die Sache klar: "Jetzt ist es Zeit zu Handeln. Der Ort muss vor dem weiteren Verfall geschützt werden. Damit könnte man den Kongresstourismus auch wieder ankurbeln."

Einzigartige Chance

Haslauer sieht in dem Kauf der Gebäude eine "einzigartige Chance, ein ganzes Ortszentrum zu erwerben und weiterzuentwickeln." Nun sei es wichtig, drei Punkte in Angriff zu nehmen: Erstens die Vermeidung des voranschreitenden Verfalls, des weiteren die Konzeptentwicklung für das Kongresshaus und die Wiederaufnahme des Kongressbetriebes, und zu guter Letzt die intensive Investorensuche. Die Übernahme der Objekte passe dabei durchaus ins Konzept des Landes. So ist der Kongresstourismus ein ausgewiesener Schwerpunkt im Strategieplan Tourismus des Landes.

Ein wichtiger Punkt bei dem Vorhaben ist jedoch die Tatsache, dass im Kaufvertrag die ursprünglich vereinbarte Rückkaufoption des Landes nicht verankert wurde. Dabei war dies aber Grundlage der Verhandlungen. LAbg. Scharfetter bedauert diesen Fehler: "Dies erschwert die Verhandlungsposition zusätzlich. Eine Rückabwicklung aufgrund Vertragsverletzung des Investors dürfte rechtlich schwierig werden." Haslauer will beim nächsten Arbeitsausschuss der Landesregierung dem Koalitionspartner SPÖ diese Vorschläge unterbreiten. "Mein Ziel ist eine rasche Einigung. Es ist Zeit zu Handeln." (APA)

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