FPÖ verliert nach Islam-Aussagen an Zustimmung

23. Jänner 2008, 12:05
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Meinungsumfragen: Zwei Drittel meinen, Winter liegt in jeder Hinsicht falsch - Zwei Prozent geben Winter Recht

Wien - Die Attacken der FPÖ gegen den Islam zeigen Auswirkungen in den österreichweiten Meinungsumfragen. OGM und Fessel verzeichnen ein Minus bei den Freiheitlichen.

ÖVP voran

Laut aktueller Umfrage des ÖVP-nahen Fessel-Instituts hat die ÖVP (34-35 Prozent) nach wie vor die Nase vorne. Gefolgt von der SPÖ (32-33 Prozent), der FPÖ und den Grünen (je 11-12 Prozent).

Das BZÖ (3 Prozent) folgt wiederum mit einem Respektabstand. Fessel-Meinungsforscher Peter Ulram in der "Krone" (Samstag-Ausgabe): "Die FPÖ ist in dieser Woche zurückgefallen. Und zwar seit der Islam-Aussage von Susanne Winter.

Ein Drittel hält Thema für wichtig

Zwei Prozent geben ihr Recht. Fast ein Drittel hält die Causa Mohammed für ein wichtiges Thema, aber nicht in diesem Ton. Zwei Drittel finden, dass die Grazer Spitzenkandidatin in jeder Hinsicht falsch liegt."

In der OGM-Umfrage für das Nachrichtenmagazin "profil" konnte die ÖVP ihren Vorsprung auf die SPÖ vergrößern: Würden am Sonntag Nationalratswahlen stattfinden, käme die Volkspartei auf 37 Prozent der Stimmen (zuletzt 36 Prozent). Für die SPÖ würden 34 Prozent der Befragten votieren, gleich viele wie vor einem Monat.

Die FPÖ verliert in der Wählergunst und könnte nun mit 14 Prozent der Stimmen rechnen (minus 1 Prozentpunkt). Die Grünen halten konstant bei 12, das BZÖ käme wiederum auf 3 Prozent.

Gusenbauer führt in Kanzlerfrage

In der Kanzlerfrage führt in der OGM-Umfrage weiterhin Regierungschef Alfred Gusenbauer. Sein Zustimmungswert fiel allerdings wieder unter die 20-Prozent-Marke: Nur 19 Prozent der Österreicher würden bei der Möglichkeit, den Kanzler direkt zu wählen, für den SPÖ-Vorsitzenden votieren (minus 1 Prozentpunkt). Auch Vizekanzler Wilhelm Molterer verlor einen Prozentpunkt und hält nun bei 18 Prozent. (APA)

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