Deutsche Mutter soll ihre Kinder im Internet angeboten haben

27. Jänner 2008, 15:47
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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 40-Jährige

Eine Mutter aus Sachsen soll ihre zwei Kinder über das Internetauktionshaus eBay angeboten und dafür 1.000 Euro pro Tag verlangt haben. Deswegen ermittelt die Staatsanwaltschaft Bautzen gegen die 40-Jährige wegen Verdachts des Kinderhandels und der Förderung von sexuellen Handlungen an Minderjährigen.

Im Internet waren laut Staatsanwaltschaft Fotos der Kinder in Badehose oder Badeanzug zu sehen

Ein Behördensprecher bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Es handle sich um ein elf Jahre altes Mädchen und einen 13 Jahre alten Burschen. Im Internet waren laut Staatsanwaltschaft Fotos der Kinder in Badehose oder Badeanzug zu sehen.

Eltern erschöpft

Die Mutter soll das Versteigerungsangebot zusammen mit ihrem Ehemann aus einer kleinen Gemeinde bei Hoyerswerda eingestellt und erklärt haben, ihren Kindern fehle es an Wärme und Zuwendungen, und die Eltern seien erschöpft. Der Aufruf sei im Namen beider Elternteile der Kinder verfasst worden. Es werde aber derzeit nur gegen die Mutter ermittelt, weil diese einen E-Mail-Account habe. Der Aufruf sei im Dezember 2007 im Internet veröffentlicht und nach der Entdeckung sofort gelöscht worden, betonte der Sprecher. Das Jugendamt des Landkreises Kamenz wurde eingeschaltet. Die Kinder seien aber weiterhin bei ihren Eltern.

Rund 90 eBay-Kunden hätten sich für das Angebot interessiert, berichtete "Bild". Einer von ihnen zeigte die Eltern an. Daraufhin sei das Haus der Eltern durchsucht und der Computer beschlagnahmt worden, schreibt das Blatt weiter.(APA)

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