CO2-Bilanz: Pröll sieht Erfolge und Defizite

18. Februar 2008, 14:34
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"Vorsichtig optimistisch" zeigte sich Umweltminister Josef Pröll am Tag nach Veröffentlichung der CO2-Bilanz

Wien - "Vorsichtig optimistisch" zeigte sich Umweltminister Josef Pröll (ÖVP) am Tag nach Veröffentlichung der CO2-Bilanz. Zwar habe man 2006 im Vergleich zu 2005 einen Rückgang der Schadstoff-Emissionen um 2,2 Mio. Tonnen (minus 2,3 Prozent) geschafft, trotzdem sei aber auch "der Handlungsbedarf mit einer Lücke von elf Millionen Tonnen CO2-Äquivalent zum Kyoto Ziel unmissverständlich aufgezeigt."

Pröll fordert nun eine rasche und konsequente Umsetzung der im Vorjahr beschlossenen Klimastrategie ein. "Wenn alle, die für die Umsetzung der Klimastrategie Verantwortung tragen, ihr bestes geben, dann ist das Kyoto-Ziel zu erreichen."

Der Verkehrssektor und der Bereich Raumwärme bleiben laut Pröll weiterhin die Sorgenkinder: "Hier müssen wir massiv auf Biokraftstoffbeimischungen und auf erneuerbare Energieträger wie Sonnenlicht und Biomasse setzen." Am Sektor Raumwärme sei ein Minus von 0,7 Mio. Tonnen erzielt worden, was jedoch vor allem auf den Rückgang der Heizgradtage durch den warmen Winter zurückgeführt wird. Es brauche "noch weitere Maßnahmen, da diese Reduktion aller Voraussicht nach nicht nachhaltig ist".

Die Treibhausgasemissionen in der Abfallwirtschaft seien vor allem durch die abnehmende Deponierung von unbehandeltem Abfall seit 1990 um 40 Prozent zurückgegangen. In der Landwirtschaft konnte seit 1990 ein Rückgang der Emissionen um 14 Prozent erreicht werden. (APA)

  • Josef Pröll
    foto: standard/cremer

    Josef Pröll

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