Samwer-Brüder investieren in Internetplattform Facebook

27. Jänner 2008, 15:44
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Über Volumen der "signifikanten" Investition und Höhe der Beteiligung Stillschweigen vereinbart

Die deutschen Internet-Unternehmer Marc, Oliver und Alexander Samwer, die unter anderem als Gründer des Klingelton- Portals Jamba! bekannt sind, investieren in das rasant wachsende Online-Netzwerk Facebook. Über das Volumen der "signifikanten" Investition und die Höhe der Beteiligung sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte Alexander Samwer am Mittwoch.

Expansion

Das "Wall Street Journal" berichtete, es handle sich um eine Summe zwischen 10 und 15 Mio. Dollar (zwischen 6,7 und 10,1 Mio. Euro). Samwer sagte, die Brüder wollten Facebook mit ihrer Erfahrung bei der Expansion in Europa unterstützen. Management-Position werden sie dabei nicht einnehmen.

Microsoft zahlte für einen Anteil von nur 1,6 Prozent 240 Mio. Dollar

Das Netzwerk Facebook mit mehr als 60 Mio. registrierten Nutzern gilt derzeit als eines der spannendsten Internet-Unternehmen. Microsoft zahlte für einen Anteil von nur 1,6 Prozent 240 Mio. Dollar und gab dem gesamten Unternehmen damit eine Bewertung von 15 Mrd. Dollar. Der Chairman des Konzerns Hutchison Whampoa aus Hongkong, Li Ka-shing, kaufte sich für 60 Mio. Dollar mit 0,4 Prozent ein. Für Europa wurden nun die Samwer-Brüder als Partner ausgesucht.

Die Samwer-Brüder hatten zunächst die Online-Auktionswebsite alando.de gegründet, die sie nur wenige Monate später für gut 50 Mio. Dollar an den Branchenführer eBay verkauften. Jamba! verkauften sie 2004 für 273 Mio. Dollar an den US-Konzern VeriSign. Seitdem engagieren sich die Brüder als Kapitalgeber und waren unter anderem an dem deutschen Facebook-Konkurrenten studiVZ beteiligt, der im vergangenen Jahr vom Holtzbrinck-Verlag gekauft wurde.

Fernsehen der Zukunft

Online-Netzwerke seien "das Fernsehen der Zukunft", weil die Menschen sie zunehmend dem TV-Gerät vorzögen, sagte Samwer. "Wir sehen das ganze als den Auftakt einer sehr, sehr langen Entwicklung." Es werde mit der Zeit eine Konzentration auf wenige große Anbieter geben zusammen mit zahlreichen kleinen Nischen-Netzwerken. Die Samwer-Brüder hätten von sich aus Kontakt zu Facebook gesucht, um sich als Investoren anzubieten. (APA/dpa)

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