Kaltes Schwermetall

14. Jänner 2008, 15:35
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Installation von Banks Violette in der Salzburger Filiale der Galerie Ropac

Der New Yorker Künstler Banks Violette wird gern mit Heavy Metall assoziiert. Und davon ausgehend mit Aggression, mit suizidfreundlichen Teenagern, mit satanischen Ritualen und was sonst noch so in die Kette passt.

In der Salzburger Galerie Ropac jedenfalls, die Banks Violette noch bis 19.Jänner eine umfangreiche Einzelausstellung mit rezenten Skulpturen und Installationen widmet, zeigt Violette im Wortsinn kühlen Minimalismus. Kabel, Schalter, Neonröhren nebst Motoren, Ketten und Schienen prägen ein Ensemble, dass eher von kalter Eleganz kündet denn von überhitzten Gitarrensoli, vorgetragen von Teenager-verschleppenden Wüstlingen.

Banks Violette inszeniert Gewalt als ebenso ruhigen wie unerbittlichen Angriff von Sprengringen auf vermeintlich als sicher zertifiziertes Glas, und zeigt die Flagge Amerikas als ebenso farbloses wie unerbittliches Logo für ein Vorgehen im strengen Eigeninteresse. Eigenleben mag im Inneren (der Lautsprecherkabel) pulsieren. Nach außen hin ist Frost die Botschaft, eisige Kälte das Signal. (mm / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.1.2008)

Galerie Ropac, Mirabellplatz 2, 5020 Salzburg. Bis 19. 1.

Link: www.ropac.net

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    foto: galerie ropac
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