Kleine Listen mit wenig Chancen

15. Jänner 2008, 11:13
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Autofahrer starten erneut, Gastronom will umverteilen und kritischer Geist Salz in der Rathaus-Suppe sein

Graz - Unter den wahlwerbenden Gruppen in Graz befinden sich neben den schon im Rathaus sitzenden Parteien und dem BZÖ, das seine erste bedeutende Gemeinderatswahl als eigene Partei schlägt, Namenslisten und Kleinparteien, denen wenig Chancen auf ein Mandat eingeräumt werden. Es sind dies die Liste Wegscheidler, die Österreichische Autofahrer- und Bürgerinteressenspartei (ÖABP), die Namensliste Peter Pailer (SALZ) und die Zentrumspartei Austria (ZPA).

Die ÖABP, die schon 1993 mit zwei Mandaten und 1998 mit einem Mandat ins Rathaus eingezogen war, will es wieder wissen: Listenchef Baldur Platzer, aufgebracht durch die im Vorjahr installierten "Grünen Zonen" (bewirtschafteter Parkraum primär für Pendler, Anm.), will diese wieder abschaffen. Der ehemalige Pächter des Schlossbergrestaurants, der stets behütete Erich Wegscheidler, plakatierte etwas kryptisch seine Botschaft: "Reichtum umverteilen, nicht Armut".

Für die Zentrumspartei brachte der jugendliche Michael Neurohr (23) die Vorstellungen auf den Punkt: "Geburtenrate rauf, Verwaltung runter". Peter Pailers Auftritt ist eher sponti-made und richtet sich an kritische Geister: Programm gebe es keines, er möchte aber Salz im von den "siamesischen Zwillingen SPÖÖVP" dominierten Gemeinderat sein.(APA)

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