Chronologie: Stronach am Verteilerkreis

23. Jänner 2008, 12:01
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Chronologie des Engagements von Frank Stronach beim Fußball-Bundesligisten Austria ab 1998 mit besonderer Berücksichtigung auf den 2000 abgeschlossen Betriebsführungsvertrag:

  • 1. August 1998: Frank Stronach stellt sich als Mäzen der Wiener Austria mit einem Scheck über 10 Millionen Schilling (726.728 Euro) ein, der für das Engagement von Michael Wagner verwendet wird.

  • 14. Februar 1999: Der Austro-Kanadier wird mit 65 von 80 möglichen Stimmen zum neuen Präsidenten der österreichischen Fußball-Bundesliga gewählt.

  • 13. Oktober 1999: Austria trifft mit Stronachs Magna-Konzern eine Grundsatzvereinbarung, die dem Verein 40 Millionen Schilling pro Jahr garantiert.

  • 2. Februar 2000: Rückwirkend mit 1. Jänner 2000 schließt Austria mit der Magna-Tochter Sport Management International (SMI) einen Betriebsführungsvertrag, der als wesentlichsten Punkt die Übernahme des Managements der Kampfmannschaft beinhaltet. SMI besitzt eine einseitige Ausstiegsoption, der Kontrakt ist unter Einhaltung einer einjährigen Kündigungsfrist zum 30. Juni eines jeden Jahres aufkündbar.

  • August 2002: Stronach stellt den Bau einer multifunktionalen Fußball-Arena für die Austria in einem Wiener Vorort in Aussicht. Geplante Fertigstellung: 2005.

  • 11. November 2005: Mehrere Austria-Mitglieder um Kuratoriumsmitglied Helmut Denk bringen zwei Wochen vor der Generalversammlung des Vereins am 24. November einen "Misstrauensantrag" gegen das Präsidium ein.

  • 21. November 2005: Stronach kündigt an, den Betriebsführungsvertrag zwischen dem Club und seiner Sport Management International (SMI) so rasch wie möglich zu lösen. Sollte sich im Zuge der Generalversammlung eine Gruppe finden, die die wirtschaftliche und sportliche Verantwortungen übernimmt, wäre er bereit, auch sofort zu gehen.

  • 24. November 2005: Denk zieht seinen Misstrauensantrag zurück. "Die Austria hat jetzt 19 Monate Zeit, um den Club auf solide Beine zu stellen", erklärt Manager Markus Kraetschmer.

  • 23. Jänner 2007: In einer Generalversammlung segnen 134 von 153 anwesenden Mitgliedern die Umwandlung des Traditionsclubs in eine Aktiengesellschaft (AG) ab. Erster Aufsichtsrats-Vorsitzender wird Wolfgang Katzian, der auch zum neuen Austria-Präsidenten gewählt wird. Nach einem "Übergangsjahr" soll die AG 2008 ins Leben gerufen werden.

  • 9. Mai 2007: Nicht einmal 24 Stunden vor Ende der Einreichfrist im Lizenzverfahren schließt Stronach einen einjährig befristeten, neuen Sponsor-Vertrag mit den Violetten ab. Ein längerfristiges Engagement knüpft der Geldgeber unter anderem an den Bau eines neuen Stadions in Rothneusiedl. Der Kontrakt soll den Wienern mehrere Millionen Euro in der kommenden Saison garantieren. In der Saison 2006/07 hatte Magna 9,24 mio. Euro überwiesen.

  • 30. Juni 2007: Der Betriebsführungsvertrag läuft aus. Magna fungiert ab sofort nur noch als Hauptsponsor der Austria. Seit 1998 hat Stronach/Magna weit über 100 Millionen Euro in die Austria investiert.

  • 6. Jänner 2008: Die Austria bestätigt schon länger herrschende Gerüchte und Medienberichte, dass Hauptsponsor Magna bereits im Dezember 2007 gekündigt hat. (APA)
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