Zur Produktion von "Krieg und Frieden": Ein Seewolf für Tolstoi

12. März 2008, 16:39
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Dornhelm verfügte über ein Budget von mehr als 26 Millionen Euro

Ettore Bernabei, Filmproduzent und legendärer ehemaliger Rai-Chef, habe ihm einen Seewolf in Salzkruste gekocht, ehe er ihm das Angebot zu "Krieg und Frieden" machte, schreibt Robert Dornhelm im Vorwort eines kartonierten Bildbandes, den Eos-Entertainment, ZDF und ORF zur deutschsprachigen Premiere der Verfilmung verschickten. Das Treffen habe Eos-Chef Jan Mojto organisiert, der mit Bernabeis Filmfirma Lux Vide für die Produktion verantwortlich zeichnet, an der letztlich ("Eine Geldfrage.") sieben Länder beteiligt waren. Insgesamt verfügte Dornhelm daher über ein Budget von mehr als 26 Millionen Euro, der ORF steuerte dazu eine Million bei und sendet nun in den ersten beiden Jännerwochen zeitgleich mit ZDF.

Gedreht wurde an dem Kostümfilm auf Englisch knapp fünf Monate lang, mit Schauspielern aus unter anderem Deutschland, Italien, Frankreich und Russland (darunter Malcolm McDowell, Hannelore Elsner, Ken Duken, Alexander Beyer und Alessio Boni), an 105 Schauplätzen teils in Russland, viel in Litauen (etwa die großen Schlachten von Austerlitz und Borodino). Für die opulenten Schlacht- und Ballszenen wurde mit insgesamt 15.000 Komparsen gearbeitet.

Ursprünglich hatten die Produzenten über sechs Fernsehabende nachgedacht, vier wurden es tatsächlich, immerhin knapp 400 Fernsehminuten nach dem Drehbuch von Enrico Medioli, Lorenzo Favella und Gavin Scott nach dem Roman von Tolstoi. (ih/DER STANDARD, Printausgabe, 4.1.2008)

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