VÖZ-Präsident lehnt Tauschgeschäft mit ORF ab

7. März 2008, 11:07
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"Nein" zu Angebot, Onlinewerbung einzuschränken und dafür mehr Fernsehwerbezeit zuzulassen - "Jede weitere Geldspritze macht diesen Supergau nur noch größer"

Was hält VÖZ-Präsident Horst Pirker (Styria) von dem Vorschlag des ORF-Generals Alexander Wrabetz, die Onlinewerbung der Anstalt einzuschränken, wenn die Verleger "ein paar Minuten mehr" Werbezeit im Fernsehen zustimmen? "Nein", erklärt Pirker auf STANDARD-Anfrage, "aber ich bin nur der VÖZ-Präsident". Pirker betont, Bundeskanzler und Vizekanzler hätten öffentlich erklärt, "dass es keine Werbezeitenveränderung für den ORF ohne entsprechende Zustimmung des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) gibt. Ich glaube den Spitzen der Österreichischen Bundesregierung." Eine solche Zustimmung des VÖZ gebe es nicht. Pirker: "Aus den bisherigen Erfahrungen kann ich aber nicht ausschließen, dass der ORF einen Alleingang versucht."

Der VÖZ-Präsident grundsätzlich: "Wenn es am Küniglberg nicht zu einem grundsätzlichen Strategiewechsel kommt, wird es gar nicht so viel Geld - aus welchen Quellen auch immer - geben, dass der ORF auch nur annähernd in seiner heutigen Größe gehalten werden kann. Er wird in absehbarere Zeit implodieren und dann in einen öffentlich-rechtlichen und einen oder mehrere private(n) Teil(e) zerschlagen werden." Und: "Jede weitere Geldspritze - auch die eben beschlossene Gebührenerhöhung - macht diesen Supergau und damit den folgenden Schaden für Österreich nur noch größer." (fid)

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