Oracle legt bei Gewinn und Umsatz stark zu

1. Jänner 2008, 09:58
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US-Softwarekonzern verdiente unter dem Strich mit 1,3 Mrd. Dollar um ein Drittel mehr - Umsatz wuchs auch dank neuer Software auf 5,3 Mrd. Dollar

Der US-Softwarekonzern Oracle hat seinen Gewinn im vergangenen Quartal dank eines überraschend starken Umsatzwachstums kräftig gesteigert. Unter dem Strich legte das Ergebnis um 35 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar (904 Mio. Euro) zu. Zugleich präsentierte der SAP-Konkurrent am Mittwochabend einen optimistischen Ausblick für das laufende Vierteljahr und dämpfte damit Sorgen, von einer sich abschwächenden US-Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Oracle-Aktien legten nachbörslich 6,5 Prozent zu.

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Der weltweit zweitgrößte Software-Konzern erwartet nun im laufenden Quartal einen Anstieg der Erlöse mit neuen Software-Lizenzen um 15 bis 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit liegt Oracle über den Schätzungen von Analysten. Das Unternehmen prognostizierte zugleich einen Gewinn vor Sonderposten von 29 oder 30 Cent je Aktie, was im Bereich der Markterwartungen liegt. Broadpoint-Securities-Analyst Mark Murphy sprach von einer äußerst ermutigenden und selbstbewussten Botschaft Oracles.

"Das war ein großartiges Quartal"

Auch die Zahlen zu dem am 30. November zu Ende gegangenen zweiten Geschäftsquartal überzeugten die Marktteilnehmer. Ohne Sonderposten kletterte der Gewinn je Aktie auf 31 Cent, der Markt hatte mit lediglich 27 Cent gerechnet. Der Umsatz legte um 28 Prozent auf 5,3 Mrd. Dollar (3,68 Mrd. Euro) zu, Analysten hatten 5,04 Mrd. Dollar erwartet. Insbesondere mit neuer Software konnte Oracle punkten: Die Erlöse stiegen in diesem Bereich um 38 Prozent auf 1,7 Mrd. Dollar (1,182 Mrd. Euro).

"Das war ein großartiges Quartal", urteilte Goldman-Sachs-Analystin Sarah Friar. Oracle-Finanzchefin Safra Catz sagte, das Software-Geschäft des Unternehmens sei so kräftig wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gewachsen.

Übernahme von BEA Systems

Oracle erklärte zugleich, es rechne nicht mehr damit, dass eine freundliche Übernahme des Konkurrenten BEA Systems doch noch gelingen könne. Dies hätten Gespräche mit den Anwälten des Unternehmens ergeben. BEA hatte im Oktober die 6,7 Mrd. Dollar schwere Übernahmeofferte Oracles ausgeschlagen.

Oracle konnte nach einer langen Einkaufstour im Rennen gegen SAP beim Verkauf von Firmensoftware zuletzt Boden gutmachen. Dabei profitierte das finanzstarke Unternehmen vor allem von den Übernahmen der vergangenen Jahre: Seit 2005 kaufte Oracle mehrere Firmen für insgesamt rund 20 Mrd. Dollar. Das BEA-Angebot war das höchste seit dem Kauf von Siebel Systems für etwa sechs Mrd. Dollar im vorigen Jahr.(APA)

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