"Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung": EU-Preis für Sterkl von derStandard.at

12. März 2008, 17:25
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EU-Journalistenpreis: Für die Reportage "Gemeinsam alt im Ausländerbezirk" erhielt Maria Sterkl den Sonderpreis der Jury

In Brüssel fand am Dienstagabend die Preisverleihung für den diesjährigen Journalistenwettbewerb "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" statt. Im Rahmen der feierlichen Gala wurde auch Maria Sterkl, Redakteurin bei derStandard.at, mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Sterkl beschreibt in ihrem auf derStandard.at publizierten Artikel "Gemeinsam alt im Ausländerbezirk" (>>> Der ausgezeichnete Text zum Nachlesen) die gesellschaftlichen Probleme von MigrantInnen in Rudolfsheim-Fünfhaus. "Durch die kritische und zugleich positive Darstellung der Lebenssituationen, sensibilisiert Maria Sterkls Text auf vielseitige Weise für die Situation von Minderheiten", lautet die Begründung der Jury. Der Sonderpreis zeichnet Publikationen aus, die sich auf mehrere Diskriminierungsformen und auch Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts beziehen.

Den EU-Journalistenpreis "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" erhielt eine portugiesische Journalistin. Maria do Céu Neves befasst sich in ihrem Artikel mit der Diskriminierung zugewanderter Arbeitskräfte in den Niederlanden. Der zweite und der dritte Preis gingen an Beiträge aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich.

"Ich möchte den diesjährigen Preisträgern gratulieren und ihnen für ihre beharrlichen Bemühungen danken, diskriminierende Praktiken in der Arbeitswelt und anderswo aufzudecken", erklärte Vladimír Špidla, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit. "Diese Journalisten haben mit ihren Berichten dazu beigetragen, Menschen in ganz Europa einen Einblick in einige der wichtigsten Fragen unserer heutigen Gesellschaft zu verschaffen."

Die vier europäischen Preisträger erhalten aus dem Preisfonds von insgesamt 12 000 € jeweils einen Beitrag für eine Studienreise in ein EU-Land ihrer Wahl. Die siegreichen Artikel wurden unter mehr als 800 Beiträgen aus allen 27 Mitgliedstaaten ausgewählt. Kriterien waren Neuigkeitsgehalt, Relevanz, Genauigkeit der Recherche und Originalität. (red)

  • Sonderpreis beim EU-Journalistenwettbewerb für Maria Sterkl.
    foto: standard/fischer

    Sonderpreis beim EU-Journalistenwettbewerb für Maria Sterkl.

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