London-Salzburg: 20.000 Passagiere mehr

7. Februar 2008, 13:12
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Skifahren, Kultur und Sightseeing hoch im Kurs - Seit Oktober tägliche Flugverbindung - Londontourist wird 300 Mal am Tag videoüberwacht

Salzburg - Seit 28. Oktober fliegt British Airways nicht nur fünf Mal in der Woche, sondern täglich von London-Gatwick nach Salzburg und retour. Meist sind es Individualreisende, die in den Alpen ihren Urlaub verbringen. Wegen des erweiterten Angebots steigt der Anteil der Geschäftsreisenden. Im Flugzeug sitzen nicht nur Engländer. Immer mehr Österreicher und Bayern fliegen zum Sightseeing nach London. Die 7,5 Millionen Einwohner zählende Weltmetropole hat abseits der historischen Prachtbauten noch einiges zu bieten.

Skifahren, Kultur und Sightseeing stehen bei den Engländern während ihres Salzburg-Trips hoch im Kurs. Seitdem gleich drei Fluglinien - British Airways, Ryanair und Thomson Fly - die Strecke London-Salzburg bedienen, ist das Incoming in die Höhe geschnellt. 157.435 Passagiere aus London stiegen von 1. Jänner bis 31. Oktober 2007 in Salzburg aus, das sind um rund 20.000 mehr als im Vorjahr. "Sie fliegen vor allem im Winter - von Dezember bis April - nach Salzburg", erläutert Alexander Klaus, Sprecher des Salzburger Flughafens.

Mit der Auslastung der Linien-Maschinen von British Airways zeigt sich Marketingmanager David McDonald durchaus zufrieden. Im Schnitt seien 90 Prozent der 126 bzw. 147 Sitzplätze der beiden Boeings 737 auf der Route London-Salzburg belegt. Meist sind es Manager, die mit ihren Familien kommen, aber auch Passagiere mit kleinem Budget.

Hin und zurück kostet der Flug ab 132 Euro inklusive Taxen und Online-Buchungsgebühr. Für 75 Euro pro Strecke kann der Kunde seinen Sitzplatz upgraden und in der Business Class Club Europe Platz nehmen.

Eine Reise nach London lohnt sich auch für jene Städtetouristen, die das herkömmliche Besichtigungsprogramm mit Madame Tussaud, Tower, Kensington Palace und Schloss Windsor schon früher absolviert haben. Eine Augenweide für Feinschmecker ist der älteste Lebensmittelmarkt Londons an der Borough-High-Street. Hier haben schon Starkoch Jamie Oliver und der schottische Drei-Sterne-Koch Gordon Ramsey eingekauft.

Krimiliebhaber sollten sich durch das ehemalige Elendsviertel Eastend führen und sich die Bluttaten von "Jack the Ripper" erzählen lassen. Der Unhold hat dort zwischen August und November 1888 fünf Prostituierte auf grausame Weise ermordet. Gefasst wurde er nie. Mittlerweile sind in die sanierten Häuser viele Künstler gezogen. Ateliers, Second-Hand-Shops, gemütliche Pubs und Restaurants beleben die engen Gassen.

Für Londoner alltäglich, für Touristen gewöhnungsbedürftig sind die rund 20.000 Videokameras. Sie überwachen die Straßen und Plätze der Innenstadt - eine Reaktion auf die zahlreichen Terroranschläge. Etwa 300 Mal am Tag wird der Besucher gefilmt. (APA)

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