Filzlaus-Ausstellung fehlt es an Exponaten

28. November 2007, 14:46
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Rotterdamer Museum erhielt nach Aufruf nur fünf "Spenden" - "Große Schamlaus-Ausstellung" kommt mit nur einer Vitrine aus

Den Haag - Eine ungewöhnliche Ausstellung im Rotterdamer Naturhistorischen Museum muss sich mit nur fünf Exponaten begnügen. Mehr brachte der Aufruf um "Spenden" für die Schau rund um die Filzlaus nicht ein. Ein 80-Jähriger spendete vier Filzläuse, die er schon 1949 seiner eigenen Insektensammlung zugefügt hatte - das Geschenk einer befreundeten Krankenpflegerin. Außerdem stiftete eine Ärztin ein frisch verendetes Exemplar.

"Nicht umsonst heißt Phthirus pubis auch Schamlaus, was die Menschen davon abhält, sie ins Museum zu bringen", meint Konservator Kees Moeliker auf der Website des Hauses. Die "Große Schamlaus-Ausstellung", so der Titel der Schau, kommt nun mit einer sehr kleinen Vitrine aus.

Vor 3,3 Millionen Jahre ausgewandert

Man nimmt an, dass die Filzlaus vor rund 3,3 Millionen Jahren den Sprung vom Affen auf die Vorfahren des heutigen Menschen schafften. Ein Forscherteam von der University of Florida in Gainsville, USA, haben bei Untersuchungen festgestellt, dass die Art, die beim Gorilla vorkommt und jene, die bei Menschen gefunden wird vor 3,3 Millionen Jahren gemeinsame Vorfahren hatten und sich danach unabhängig voneinander weiterentwickelten. (APA/red)

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