Power-Naps vorm Nachtfilm und Frühlingsgefühle trotz Oktoberregen

22. Oktober 2007, 19:15
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Die STANDARD-Publikumsjury hält ihren Viennale-Alltag in einer Art Leserjury-Tagebuch fest: derStandard.at-Viennale-Blog

"Ist Knieanlehnen erlaubt?", fragte sich Standard-Viennale-Jurorin Kathrin Stumreich 2006 in ihrem allerletzten Viennaleblog-Eintrag, der ihre Beobachtungen und Gedanken zu Filmen und Menschen bei der Viennale mitunter in verzückende Zeilen kleidete.

Stumreich gehörte vergangenes Jahr der Standard- Publikumsjury (>>>Jury 2006) an, die inzwischen zu einer festen Institution der Viennale geworden ist. Jedes Jahr vergibt die vom Standard ausgewählte Jury (heuer bewarben sich brieflich und per Internet über 300 Leserinnen und Leser!) den Preis an einen Film, der noch keinen österreichischen Verleih gefunden hat bzw. im Fall, dass sich einer findet, mit Inseraten im Standard unterstützt wird. Und seit 2006 haben die Mitglieder der Jury auf derStandard.at/Viennaleblog nun auch die Möglichkeit, eine Art Leserjury-Tagebuch zu führen.

Viele Eindrücke

Denn von 19. bis 31. Oktober 2007 werden die Jurymitglieder auch heuer wieder sehr viel von ihrer Zeit mit dem bewegten Bild verbringen. Filme sichten, gemeinsam diskutieren und bewerten. Für Ülkü Ocak, Mario Döberl, Philipp Schlögl, Bernhard Studlar und Philip Waldner >>>Selbstporträts) beginnt eine spannende und bewegte Zeit als Juror mit vielen Eindrücken und Begegnungen.

Womöglich kann derStandard.at-Viennale-Blog dabei helfen, diese Gedankenvielfalt in ein paar spontanen Zeilen zu sortieren. Darüber hinaus vermögen die Zeilen und eventuell einige fotografische Schnappschüsse auch für alle anderen das spezielle Flair des Festivals einzufangen und zu vermitteln sowie Einblicke in den spannenden Alltag der Standard-Publikumsjury zu gewähren.

Was erwartet uns? Letztes Jahr erfuhren wir etwa, wann die ersten Müdigkeitsattacken - über 20 Filme sind zu sichten, weitere werden quasi nebenher besucht - auftauchten und erhielten Viennale-alltagstaugliche Tipps wie man sich etwa für die Nachtvorstellung vorbereitet.

"Ich höre lieber die Bilder sprechen", fasste 2006 die Jurorin Julia Wibmer nach einer Woche Viennale zusammen: "Ich mag keine Dokus, in denen der Regisseur dauernd quatscht." Ihr Kollege Christoph Schwarz fasste die Qual der Entscheidung in Worte und Petra Popovic seufzte "Am Anfang wäre es leichter gewesen".

Welche letzten Gedanken uns die heurige Jury nach einem langen vollgepackten Viennale-Tag uns vorm Schlafengehen noch in den Computer hauchen ... - Lassen wir uns auch dieses Mal überraschen! (Anne Katrin Feßler / SPEZIAL/ DER STANDARD, Printausgabe, 19.10.2007)

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