Laut Außenministerium "hohe Sicherheitsgefährdung im Kosovo"

15. Oktober 2007, 19:21
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Missethon: Familie Zogaj soll "gutes Leben im Kosovo" ermöglicht werden

Wien - Die Situation im Kosovo wird derzeit offensichtlich höchst unterschiedlich eingeschätzt. Während ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon der Familie Zogaj eine Rückkehr in die südserbische Provinz nahe gelegt hat, rät das Außenministerium auf seiner Webseite von Reisen in das Kosovo wegen einer hohen Sicherheitsgefährdung ab.

"2006/2007 ist aufgrund des Statusprozesses ein besonders wichtiges Jahr für den Kosovo. Provokationen können in dieser Situation sehr rasch und unvorhersehbar weit reichende Folgen haben", so das Außenministerium. "Von nicht unbedingt notwendigen Reisen", rät das Ministerium ab.

Missethon beurteilt die Situation anders. In den letzten Jahren sind zahlreiche Maßnahmen der Europäischen Union zum Wiederaufbau der vom Krieg schwer beeinträchtigten Region gesetzt worden, erklärte er heute im Parlament. "Es wäre daher besser, der Familie Zogaj ein gutes Leben im Kosovo zu ermöglichen", so Missethon. Die Familie habe dort Verwandte, die sie unterstützen - so besitze der Bruder des Vaters ein Haus, das er nicht benütze, so Missethon in einer Aussendung von gestern. Schlussendlich müssten die Kosovaren ihren Beitrag zum Wiederaufbau beitragen "so wie unsere Elterngeneration ihren Beitrag zum Wiederaufbau Österreichs" geleistet habe, so Missethon auch heute im Parlament, wo er bei seiner Rede ein Bild des Hauses zeigte. (APA)

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