Gefährliches Gipfelstürmen

10. Oktober 2007, 12:19
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7.200 Wanderer in Österreich landen jährlich im Spital. 120 Menschen verunglücken tödlich. Fehlende Erfahrung und falsche Einschätzung als Ursachen

Wien - Ein Ausflug in die Berge ist gut für die Fitness, kann aber auch gefährlich sein: Jährlich landen in Österreich 7.200 Wanderer nach Unfällen im Spital, 120 verunglücken tödlich, teilte die Allianz Versicherung am Mittwoch in einer Aussendung mit. Mitschuld daran sei laut Experten fast immer mangelhafte Erfahrung und falsche Einschätzung. Fast jeder zweite Todesfall sei auf Herzversagen zurückzuführen.

Die Unfallursache Nummer Eins sind Stürze, die Folge Brüche und Beinverletzungen. Viele rutschen einfach aus oder stolpern. Um Verletzungen zu vermeiden sei vor allem eine gute Planung sowie das Einholen von Informationen über die Strecke wichtig. Unfälle am Berg können außerdem teuer werden. Bergungskosten würden bei Sport- und Touristik-Unfällen beispielsweise nicht von der Sozialversicherung übernommen, so die Allianz. Beim Einsatz eines Rettungshubschraubers müsse man mit Kosten von etwa 3.000 Euro rechnen, die nur von privaten Unfallversicherungen bezahlt würden. (APA)

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    Meistens fallen nicht die Meister vom Himmel sondern Wanderer mit wenig Erfahrung.

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