#94: Jesus von Ottakring

    15. Oktober 2007, 11:20
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    „Ein Volksstück im besten, quasi Paryla’schen Sinne, mit einem tollen Gefühl für die Wirklichkeit und einer hemmungslosen Freude am Theatralischen.“ (Filmarchiv)

    Der Spielfilm entstand auf Basis von Zeitungsmeldungen im Jahr 1970, wonach einige Wiener einen Obdachlosen erschlagen hätten, weil sie glaubten, er hätte fünfzig Schilling gestohlen. Im Stück von Wilhelm Pellert und Helmut Korherr, das erstmals am Volkstheater aufgeführt wurde, entstand so die Figur des armen Teufels Ferdinand Novacek, genannt Jesus von Ottakring. Zu sehen bekommt man ihn selbst nie, die Protagonisten sprechen nur von ihm: Erst salbungsvoll bei der Enthüllung einer Gedenktafel zu seinem Martyrium, dann zu seinen Lebzeiten, als er ein Gräuel im kleinbürgerlichen Auge war.

     

    Ö 1975
    Regie: Wilhelm Pellert
    Buch: Helmut Korherr und Wilhelm Pellert
    Produzent: Gruppe BOROBYA
    Kamera: Dieter Wittich
    Schnitt: Hannes Zell

    Mit: Rudolf Prack, Hilde Sochor, Peter Hey, Marianne Gerzner, Emanuel Schmied, Dieter Hofinger, Susanne Altschul, Harald Pfeiffer, Stephan Paryla u.v.m.


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      foto: hoanzl
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