"Women Empowerment Network" fordert mehr Frauen in der Friedensarbeit

24. Oktober 2007, 18:42
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Jährliches Ministerinnen-Treffen in New York am Rande der UNO-Generalversammlung - Aufruf zu Gewaltverzicht in Burma

New York - Das "Women Empowerment Network" hat am Freitag die tiefe Besorgnis angesichts der eskalierenden Lage in Burma (Myanmar) geäußert. Auf Anregung der philippinischen Staatspräsidentin Gloria Macapagal-Arroyo und unter dem gemeinsamen Vorsitz von Condoleezza Rice und Ursula Plassnik (V) forderten die Ministerinnen den sofortigen Stopp der Gewalt in Burma sowie einen Dialog mit den Führern der Demokratiebewegung. Daneben erneuerten die Ministerinnen den Aufruf, die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi freizulassen, hieß es in einer Aussendung.

Das Treffen des "Women Empowerment Network" fand am Rande der UNO-Generalversammlung in New York statt. Insgesamt nahmen 31 Ministerinnen aus aller Welt - darunter 15 Außenministerinnen - teil.

Situation weniger privilegierter Frauen

Schwerpunktthemen des Netzwerktreffens der Ministerinnen waren Konfliktprävention, die Erfahrungen von Frauen in Nachkriegssituationen, der Kampf gegen Armut, der Zugang von Frauen zu Bildung, der Frauenhandel und Frauen in der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Länder. "Wir müssen unser Netzwerk einflussreicher Frauen gezielt nützen, um auch auf die Situation weniger privilegierter Frauen aufmerksam zu machen", sagte die Außenministerin von Malawi, Joyce Banda.

Die stellvertretende UNO-Generalsekretärin und ehemalige Außenministerin von Tansania, Asha-Rose Migiro, informierte über konkrete Fortschritte bei der verstärkten Einbeziehung von Frauen in die Friedensarbeit der Vereinten Nationen. Mittlerweile seien drei stellvertretende UNO-Sonderbeauftragte für Liberia, den Sudan und den Libanon ernannt worden. Positive Erwähnung fand auch die Konferenz über Frauen im Nahen Osten vom Mai 2007 in Wien. Die griechische Außenministerin Dora Bakoyannis plant dazu eine Folgeveranstaltung im Frühjahr 2008. (APA)

  • Condoleezza Rice und Ursula Plassnik bei der Veranstaltung "Women Leaders - Networking for Peace and Security in the Middle East".
    foto: standard/matthias cremer
    Condoleezza Rice und Ursula Plassnik bei der Veranstaltung "Women Leaders - Networking for Peace and Security in the Middle East".
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