#66: Raffl

    3. Oktober 2007, 20:19
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    „Dieses Regiedebüt überzeugt durch den Eigensinn seines Themas, die Sorgfalt seiner Bild- und Tonsprache sowie der durchgehaltenen Strenge der Erzählweise. Raffl hat eine karge, stille Schönheit.“ (Aus der Begründung der Jury für die Verleihung des Max-Ophüls-Preises 1985)

    Raffl ist ein verschuldeter Bergbauer, der mit seiner psychisch kranken Frau und einer Ziehtochter abseits eines Dorfs lebt. Da er sich am Kampf gegen die Franzosen nicht beteiligt hat, wird er im Wirtshaus verhöhnt und auch seine Ziehtochter, der er nachstellt, verachtet ihn. Zufällig hat er jedoch das Versteck Andreas Hofers entdeckt und will es verraten, um an das hohe Kopfgeld zu gelangen. Er schwankt, muss aber letztlich Hofers Versteck preisgeben, ohne die ausgesetzte Belohnung zu erhalten. Trotz seiner „Verdienste“ kommt Raffl um seinen Pachthof, seine Frau und die Ziehtochter verlassen ihn, und Anhänger des getöteten Hofer vertreiben ihn aus der Gegend. In Bayern geht es Raffl dann als Gehilfe in einem Handelskontor zunächst recht gut, innerlich vereinsamt und heimatlos verfällt er jedoch einer tiefen Depression. (Guntram Geser/Wespennest 1996)

     

    Ö 1984 Regie: Christian Berger Produzent: TTV Film Drehbuch: Christian Berger, Markus Hetschl. Basierend auf einer Idee von Friedrich Christof Schmidt Kamera: Christian Berger Musik: Bert Breit

    Mit: Lois Weinberger, Dietmar Schönherr, Barbara Weber, Barbara Viertl, Art Brauss u.v.m.

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