Die besten Köche werden jünger

7. Jänner 2008, 11:46
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Der Gastroführer "A la Carte" glaubt Generationswechsel zu erkennen

Wien - Die 2008er-Ausgabe des Restaurant-Guides "A la Carte" wird zwar erst kommenden Freitag ausgeliefert (und € 25 kosten), die wichtigsten Wertungen wurden aber vorab präsentiert.

Und die haben es durchaus in sich: Glaubt man den Testern des von Hans Schmid und Christian Grünwald herausgegebenen Guides, dann findet zurzeit eine Wachablöse an der Spitze der heimischen Gastronomie statt. Die bei "A la Carte" (und meist auch bei den anderen Guides) seit Jahren auf die Spitzenplätze Abonnierten Lisl Wagner-Bacher, Johanna Maier, Walter Eselböck, Heinz Hanner sowie die Obauer-Brüder bekommen den Druck junger, nachrückender Küchenchefs heuer in geballter Form zu spüren.

Für "A la Carte" ist Heinz Reitbauer jun. vom Steirereck Wien mit 99 von 100 möglichen Punkten erstmals der beste Koch des Landes. Ihm auf den Fersen: Roland Trettl (Ikarus, Salzburg, 98 Punkte) und Lisl Wagner-Bacher (ebenfalls 98) als Beste der "alten Garde", die freilich mit Schwiegersohn Thomas Dorfer ein enormes Jungtalent an der Seite hat. Danach folgen mit Thorsten Probost aus Lech (Griggeler Stuben) und Thomas Walkensteiner vom Schloss Fuschl (beide 97) bereits vergleichsweise jugendliche Herausforderer. Fixsterne wie Hanner, Maier, Obauer und Eselböck bringen es ebenfalls auf 97 Punkte.

Der junge Silvio Nickol vom Schlosshotel Velden darf sich mit 93 Punkten über den höchsten Neueinstieg freuen, von ihm wird man laut Grünwald ebenso wie von Probost und Walkensteiner in Zukunft "noch viel hören". Bemerkenswert: Sowohl Nickol wie Probost sind gebürtige Deutsche. Auffallend auch die hohe Anzahl an Spitzenbetrieben in Vorarlberg, Tirol und Kärnten. (Severin Corti, Der Standard, Printausgabe 22./23.9.2007)

  • Genuss kann man kaufen.
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    Genuss kann man kaufen.

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