Feedback & so Zeug zum Monatsende

4. Juli 2007, 18:00
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Es war in den vergangenen Tagen. Da sind einige Mails in meine Box geflattert, die sich auf ein paar der letzten Geschichten bezogen haben

Etwa jenes eines Nachbars meines Vaters, das im Betreff "und sie bewegt sich doch" hieß: Nachdem die Keller in Vaters Siedlung von einem Kanal-Tsunami überschwemmt worden waren, hatte die Gemeinde Herz gezeigt – und in der ganzen Siedlung Mulden für Sperrmüll aufgestellt.

Der Haken: Mit einer Ladekantenhöhe von etwa 2,50-Metern. Und gut verschlossenem Hecktor: Das Sperrmülleinwerfen war ein bissi mühsam – um es höflich zu sagen. Nach der dazugehörigen Stadtgeschichte ("Die Flut im Keller, 13.8.), schreibt der Nachbar wurden die Mulden umgehend abgezogen. "Natürlich nur, weil sie schon voll waren," habe es geheißen. "Nur: jetzt stehen andere Mulden da – die, die man von Baustellen kennt. In die kriegt man sein Zeug auch hinein. Aber das war angeblich von Anfang an so geplant. Denn am Anfang hatte man ja auch mehr Müll. Es ist also selber Schuld, wer gleich entrümpelt hat."

Kellner

Um nicht nur unprofessionelle Kellner im MQ zu dafür zu maßregeln, dass sie zugesagt Dienstleitungen plötzlich als Zumutung empfinden, sei hier auch das Gastro-Erlebnis-Mail der Familie C. wiedergegeben: "Am 14. August besuchten wir zu viert den Oleander-Heurigen in Trausdorf an der Wulka. Die Bedienung ließ von Anfang an zu wünschen übrig, gegen 22.30 Uhr schaltete sich die Berieselungsanlage unter unserem Tisch ein und wir sprangen durchnässt auf. Als wir uns beim Besitzer beschwerten, meinte er wörtlich, dass er "nichts machen könne", weil es sei nicht er, sondern "die Gardena, die sich immer zur Sperrstunde einschaltet." Erstens kann man die Gardena anders programmieren, und zweitens informierte uns niemand, dass um 22h 30 Sperrstunde sei, im übrigen war das Lokal zu diesem Zeitpunkt noch halbvoll. Wir gehen oft aus, aber hinausgespritzt wurden wir noch aus keinem Lokal!"

Dealer

Zum Wiener Wegschauen beim öffentlichen Dealen hat sich M. Gedanken gemacht: "die polizei interessiert sich für die dealer überhaupt nicht, als ich angerufen habe weil im waggon (u4) gedealt wurde ,musste ich erfahren dass derartige einsätze ganz hinten gereiht werden und daher "leider jetzt niemand kommen kann, aber wir wissen ohnehin dass in der u-bahn verkauft wird" - scheint alles bestens organisiert, jede station steigen zwei drei käufer ein, in der nächsten wieder aus und die nächsten kommen rein - vom schwedenplatz bis spittelau ca. 15 leute"

"als ich ein anderes mal aus der station handelskai angerufen habe ,war man so schlau einen streifenwagen mit uniformierten zu schicken, woraufhin natürlich alle dealer in die nächste u6 oder s45 eingestiegen sind und weg waren - dass beamte in zivil wesentlich effektiver wären, dürfte sich bis zur polizeidirektion noch nicht herumgesprochen haben."

"mir ist es eigentlich wurscht ,ob sich leute zudröhnen, aber es stinkt mir, dass (wie halt so üblich hier in bei uns) alle wegschauen und so tun als ob nix wäre: nur ned austrafn."

Und überhaupt

Und dann hat sich E. den Kopf ganz allgemein zerbrochen: "da immer wieder sehr viele "rottenberg zensuriert" schreiben, ich das aber nicht glaube: wollen's den depperten nicht einmal ein paar worte darüber schreiben ? dadurch das nie jemand vom standard auf die "ZENSUR!!"-schreie reagiert, fühlen sich die koffer natürlich bestätigt. naja, vielleicht ist es ihnen aber sowieso wurscht, was die leute so denken :-)" (Thomas Rottenberg, derStandard.at, 30.8.2007)

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