Moskau: Raketeneinschlag "absichtliche Provokation" Georgiens

22. August 2007, 10:42
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UNO-Botschafter Tschurkin: Tiflis hat wichtige Beweismittel vernichtet

New York - Im Raketenstreit mit Georgien hat der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin schwere Vorwürfe gegen die Regierung in Tiflis erhoben. Nach den Erkenntnissen einer hochrangigen russischen Expertengruppe könne bei dem Zwischenfall am 6. August nicht ein russisches Flugzeug die Rakete auf georgisches Gebiet abgefeuert haben, sagte Tschurkin am Dienstag vor Journalisten in New York.

Vielmehr hätten die Georgier wichtige Beweismittel vernichtet und selbst verschiedene Raketenteile an der angeblichen Einschlagsstelle deponiert, um einen russischen Übergriff vorzutäuschen. "Wir können mit voller Überzeugung feststellen, dass es sich um eine absichtliche Provokation gehandelt hat - organisiert und ausgeführt von denen in Georgien, die ein Interesse daran haben, die Lage zu erschweren", sagte der Botschafter.

Anfang August hatte in der Nähe der abtrünnigen Region Südossetien ein Flugzeug eine Rakete vom Typ A-11 Kilter (NATO-Codierung) abgefeuert. Seitdem streiten Russland und Georgien über die Herkunft von Flugzeug und Rakete. Die UN wollten sich erst mit dem Vorfall befassen, wenn die Hintergründe geklärt sind. (APA/dpa)

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