Komfort mit Tücken: Online-Fotoausarbeitung im Test

1. Oktober 2007, 11:21
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"Konsument": Nicht jede angebotene Software ist auch bedienungsfreundlich - Zeitaufwand, Kosten und Komfort als Vorteile

Zeitaufwand, Kosten und Komfort sind allesamt gute Gründe, die Fotos vom Traumurlaub in Online-Fotolabors ausarbeiten zu lassen. Das Testmagazin "Konsument" hat für die aktuelle August-Ausgabe 15 Lebensmittel- und Drogeriehändler, Fotohändler, Fotoausarbeiter und reine Internet-Anbieter unter die Lupe genommen.

Schnell, bequem, aber nicht immer bedienungsfreundlich

Das Fazit der TesterInnen lautet: Auch wenn die Online-Fotoausarbeitung meist schnell und bequem ist, erweist sich nicht jede Hompage als bedienungsfreundlich. "BIPA" und "Interspar" schneiden am besten ab. Am schnellsten sind Anbieter mit eigenem Labor und Selbstabholung.

Qualität, Benutzerfreundlichkeit und Lieferzeit

Bewertet wurden die Ausarbeitungsqualität, die Benutzerfreundlichkeit der Homepage sowie die Einhaltung der angegebenen Lieferzeit. Die gelieferten Bilder waren - jede Ausarbeitung für sich betrachtet - in Ordnung. Schwächen einzelner Anbieter brachte erst der Quervergleich ans Licht. Dies gilt zum Beispiel für die Rote-Augenentfernung, die Bildschärfe oder den Beschnitt der Bilder. Die Lieferung der Fotos erfolgte hingegen meist flott. Ausnahme ist mit zehn Tagen Lieferzeit "Pixdiscount", bei dem zudem die Fotos teilweise mehrfach und noch dazu in unterschiedlichen Formaten geliefert wurden. Auch die Abrechnung war nicht durchschaubar.

Webauftritte von heute auf morgen verändert

Als ärgerlich erwies sich im Testverlauf, so die TesterInnen in einer Aussendung, dass sich der Webauftritt einzelner Anbieter von heute auf morgen verändert hatte und zuvor angebotene Download-Software verschwand oder plötzlich anders reagierte als gewohnt. Hat man sich aber erst einmal auf der Homepage zurechtgefunden, kann man meist zwischen unterschiedlichen Softwareangeboten wählen. Hier erweist sich der HTML-Upload via Browser für wenige Fotos als einfachste Lösung, bietet allerdings weniger Möglichkeiten und Komfort als der Upload via ActiveX oder Java. Für welche Software man sich aber letztendlich auch entscheidet: "Grundsätzlich ist es sinnvoll, bereits im Vorfeld die Auswahl der Fotos in einem eigenen Upload-Ordner abzuspeichern. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn der Upload zum Beispiel wegen einer Unterbrechung der Internetverbindung wiederholt werden muss", so "Konsument"-Experte Peter Gradauer.

Sieben bis 30 Cent

Der gut ausgearbeitete Schnappschuss ist aber nicht immer zum Schnäppchenpreis erhältlich, von 7 Cent ("FOTO.com") bis 30 Cent ("COSMOS") reicht der Bildpreis im Format 10x15. Zudem zeigt der Vergleich der Ausarbeitungen bei "Interspar", "Cosmos" und "Hartlauer", dass die Qualität der billigen Variante von "Spar" der teureren der beiden Foto- und Elektrofachhändler entspricht, obwohl alle drei Unternehmen mit dem heimischen Großlabor "Color Drack" zusammenarbeiten.(red)

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"Konsument"

Weitere Infos finden sich auch in den "Konsument"-Ratgebern "Spaß mit Digitalfotos" und "Digitalfotografie für Einsteiger"

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