Salzburger Bahnhof nach Fliegerbomben abgesucht

26. Juli 2007, 10:55
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ÖBB suchen sieben Verdachtspunkte ab - Keine Auswirkungen auf Reiseverkehr

Salzburg - Die Österreichischen Bundesbahnen lassen seit Dienstag sieben Bomben-"Vermutungspunkte" im Salzburger Bahnhofsbereich überprüfen. Die Sondierungen würden inklusive Auswertung etwa vier Wochen dauern, erklärte ÖBB-Sprecher Johannes Gfrerer. Auswirkungen auf den Reiseverkehr gebe es derzeit nicht.

Pro Verdachtspunkt werden bis zu 60 Bohrungen durchgeführt. Die Kosten für die Sondierungen, die von den ÖBB bezahlt werden müssen, bezifferte Gfrerer mit rund 100.000 Euro. Falls sich ein Verdacht erhärtet und die Messungen einen bombenähnlichen Gegenstand vermuten lassen, werde frühestens im Herbst mit der Freilegung begonnen.

Kostenfrage nicht geklärt

Noch immer unklar ist, ob die Kosten für die Sondierung und Bergung von Fliegerbomben der Staat übernehmen muss. In einem Musterprozess fordert die Stadt Salzburg vom Bund 925.500 Euro für die Überprüfung von 27 Verdachtspunkten - tatsächlich gefunden wurden drei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Innerhalb der kommenden zwei Monaten will eine Salzburger Zivilrichterin ein schriftliches Urteil in erster Instanz erlassen. (APA)

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