Sommerhitze hält Europa in Schach

23. Juli 2007, 10:12
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Waldbrände im Süden - Unwetter in Deutschland und der Schweiz - Zahlreiche Hitzetote

Bukarest/Athen/Zürich - Die anhaltende Hitzewelle in weiten Teilen Europas fordert immer mehr Opfer. Allein in Rumänien sind seit Wochenbeginn mindestens sieben Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen gestorben. In Bulgarien wurde in drei Städten wegen Waldbränden der Notstand ausgerufen. Auch in Griechenland wüten seit Tagen hunderte Feuer. Unwetter tobten dagegen in Teilen Deutschlands und überschwemmten den Festspielort Bayreuth. In der Schweiz richtete Hagel Millionenschäden an.

In Bulgarien sagen die Meteorologen trotz der Rekordhitze um 40 Grad weiter steigende Temperaturen voraus. Mindestens zwei Menschen sind bereits gestorben. Wegen der Trockenheit brachen zahlreiche Brände in Wäldern und auf Wiesen aus. Im benachbarten Rumänien kam die Regierung am Freitag zu einer Krisensitzung zusammen. In Kroatien brach eine 56-Jährige in Zagreb in der Hitze zusammen und starb.

Hitzealarm

Im Osten Europas hilft nicht einmal mehr die Flucht in die Höhe. In den Karpaten (Rumänien) kletterten die Temperaturen auch in Höhen über 1.000 Meter auf mehr als 30 Grad. In 32 von 41 Landeskreisen wurde Hitzealarm ausgelöst. Inzwischen gibt es Einschränkungen im Bahnverkehr und für Lastwagen, um Schienen und Straßen zu schonen. Auch die Slowakei erlebt Rekord-Temperaturen, Tendenz steigend.

Die Feuerwehr in Griechenland bekommt die zahlreichen Brände im Land seit Wochen nicht in den Griff. Auf der Halbinsel Peloponnes wurden Kinder aus Ferienlagern in Sicherheit gebracht, ein Dorf wurde evakuiert. Frankreich schickt nach Angaben griechischer Medien zwei Feuerlösch-Flugzeuge und Deutschland habe einen Hubschrauber angeboten. Im Juli brachen in Griechenland bisher mehr als 1.500 Brände aus.

Gewitter mit Hagel

In Mitteleuropa zeigte sich das Wetter von einer anderen Seite: In Süddeutschland und der Schweiz wüteten in der Nacht zum Freitag heftige Gewitter mit Hagel. Die Schweizerische Hagelversicherung geht von 2,5 Millionen Franken (1,5 Millionen Euro) Schaden aus.

In Nordrhein-Westfalen setzte ein Blitz einen Dachstuhl und einen Schutzstand in Brand. Regen überflutete Straßen und Keller. Auch über dem Festspielort Bayreuth in Bayern tobte knapp eine Woche vor der Eröffnung ein Unwetter. Das Festspielhaus wurde leicht überschwemmt. Die Eröffnung der Wagner-Festspiele am Mittwoch ist nicht in Gefahr.(APA/dpa)

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