Nachhaltiges Vernetzen in althergebrachten Männerriegen

20. Juli 2007, 13:55
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Summerschool: "Erfolgsstrategien für Nachwuchswissenschafterinnen" an der Uni Graz

Graz - Die Summerschool 2007 "Erfolgsstrategien für Nachwuchswissenschafterinnen" der Uni Graz ist am Donnerstag zu Ende gegangen: Am Donnerstag gab es die feierliche Zertifikatsverteilung in Semriach. Die vierzehn jungen Wissenschafterinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz absolvierten ein dichtes Programm, um mit neuen Skills und hochmotiviert in ihren Arbeitsalltag zurückzukehren.

Gleichstellungsmaßnahmen

Die Universität Graz hat sich in den letzten Jahren durch eine Reihe von Aktivitäten in puncto Chancengleichheit engagiert. Die Sommerschool ist eine davon. Veranstaltet wird diese von der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien, Frauenforschung und Frauenförderung der Universität Graz mit Fördermitteln aus dem Wissenschaftsministerium und dem Land Steiermark.

Disziplinäre und thematische Bandbreite

Geophysikerin, Experimentalpysikerin, Theoretische Biologin, Immunologin, Managementwissenschaftlerin, Privatrechtlerin, Sportwissenschafterin, Veterinärmedizinerinnen... - vierzehn Wissenschafterinnen im Post Doc Stadium eigneten sich dieses Jahr wissenschaftsorganisatorische und soziale Kompetenzen in Form von neun berufslaufbahnorientierten Seminaren, Coaching, Körperarbeit und Expertinnengesprächen an. Die Seminarthemen reichten von "Wissenschafterin sein an Universitäten" über Karriereverläufe, Lebensplanung bis zum Diskriminierungsschutz und dem Change Management an Universitäten, nicht nur österreichischen, sondern auch den beiden schon erwähnten Nachbarländern. Expertinnen aus dem In- und Ausland konnten dafür gewonnen werden.

Eine Einrichtung wie die Summerschool hat große Bedeutung für Jungwissenschafterinnen, so die Organisatorinnen. Informationen über Fragen der Organisation von Wissenschaft und über Karriereverläufe in der Wissenschaft würden kaum systematisch weitergegeben. Die Qualifikation bei diesen Themen bleibe meist dem Zufall überlassen, die Universitäten stützten sich auf zufällige Person zu Person-Förderung - und hier würden gerne noch die althergebrachten Männernetzwerke greifen, die ihren Mitgliedern einen Startvorteil bieten. (red)

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