Mindestens 80 Tote bei Bombenanschlägen in Kirkuk

20. Juli 2007, 06:59
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Büro der Partei von Staatspräsident Talabani und Gemüsemarkt angegriffen - 14 Tote bei Anschlagsserie in Bagdad

Kirkuk - Bei Anschlägen in der nordirakischen Ölmetropole Kirkuk und Bagdad sind am Montag nach jüngsten Meldungen mindestens 94 Menschen getötet worden. In einem Doppelanschlag griffen Selbstmordattentäter in Kirkuk das Büro der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) von Staatspräsident Dschalal Talabani und einen Obst- und Gemüsemarkt an. Nach Polizeiangaben wurden 80 Menschen getötet und rund 150 verletzt. Einer Anschlagsserie in Bagdad fielen 14 Menschen zum Opfer.

Vor dem PUK-Büro wurde ein mit Sprengstoff beladener Lkw in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeisprecher. Die Explosion habe einen zehn Meter großen Krater in den Boden gerissen und das Dach des einstöckigen Bürogebäudes teilweise einstürzen lassen. Mehr als zwei Dutzend Fahrzeuge im Umkreis wurden zerstört. 20 Minuten später löste der zweite Selbstmordattentäter auf einem überwiegend von Kurden besuchten Obst- und Gemüsemarkt eine Explosion aus. Erst vor einer Woche waren bei einem Anschlag 80 Kilometer südlich von Kirkuk mehr als 160 Menschen getötet worden.

Offensive gegen Aufständische südlich von Bagdad

Irakische Regierungsvertreter haben erklärt, angesichts der irakisch-amerikanischen Offensive im Großraum Bagdad würden sunnitische Aufständische nach Norden ausweichen. US-Präsident George W. Bush hat für diese Offensive 28.000 zusätzliche Soldaten nach Irak entsandt. Die US-Truppen starteten am Montag südlich Bagdads eine neue Offensive gegen die Aufständischen.

Zu den Anschlägen in Bagdad gehörte ein Angriff auf eine irakische Militärpatrouille. Fünf Soldaten wurden getötet und neun verletzt, als eine am Straßenrand versteckte Bombe gezündet wurde, als sie vorbeifuhren, sagte ein Militärsprecher. (APA/AP)

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