Abgängige Steirerin vermutlich ermordet

15. Juli 2007, 18:51
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Kein Raubdelikt - Fremdverschulden nach wie vor möglich - Chemische Untersuchungen werden durchgeführt

Graz - Eine 76-jährige Pensionistin, die seit mehreren Tagen abgängig gewesen war, ist am Freitagabend in der Weststeiermark tot im Wald nahe ihres Wohnortes mit Laub bedeckt aufgefunden worden. Die Polizei konnte ein Raubdelikt ausschließen, doch Fremdverschulden sei nach wie vor möglich. Die Frau könnte sich aber auch selbst hingelegt und mit den Ästen zugedeckt haben, so die Polizei. Die Ergebnisse der Obduktion waren am Nachmittag noch ausständig.

Die verwitwete Pensionistin aus Deutschlandsberg war seit Sonntag abgängig, weshalb Bekannte am Freitag die Polizei alarmierten. Als Beamte in der Wohnung der betagten Frau nachsahen, fanden sie "alles in Ordnung" vor. Im Zuge der eingeleiteten Suche wurde die Leiche der Pensionistin gegen 19.45 Uhr rund 100 Meter weit von ihrer Wohnung entfernt in einem Waldstück entdeckt. Der Körper war mit Laub, Reisig und Ästen bedeckt, die "unmöglich auf sie gefallen" sein können, so die ermittelnden Beamten.

Erster Ermittlungsergebnissen zu Folge kann die Polizei einen Raub ausschließen, aber ansonsten sei sowohl ein Unfall, als auch ein Fremdverschulden vorstellbar, so Oberstleutnant Franz Kröll im APA-Gespräch. Es bestehe auch die Möglichkeit, dass der Pensionistin nicht gut war und sie sich selbst hingelegt und zugedeckt hat, so der Beamte. Die Leiche der Frau, die nur wenige gesellschaftliche Kontakte gepflegt haben soll, werde derzeit noch chemischen Untersuchungen unterzogen. Obduktionsergebnisse könnte es laut Polizei noch Samstagabend geben. (APA)

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