Hohe Auszeichnungen für 101-jährigen KZ-Überlebenden

26. Juli 2007, 08:56
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Leopold Engleitner für mutige Haltung während NS-Regime geehrt - "Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich" und deutsches "Verdienstkreuz am Bande"

Linz - Im 102. Lebensjahr sind dem ältesten KZ-Überlebenden Österreichs, Leopold Engleitner, zwei hohe Auszeichnungen verliehen worden. Er wurde für seine mutige Haltung während des NS-Regimes sowie für sein langjähriges verdienstvolles Wirken als Vortragender an internationalen Universitäten, Schulen und Gedenkstätten geehrt.

Der Oberösterreicher hatte bereits am Montag vom oberösterreichischen Landeshauptmann Josef Pühringer (V) in einer feierlichen Veranstaltung in Linz das "Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich" erhalten. Am Mittwochnachmittag wurde ihm das "Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Republik Deutschland" verliehen.

Engleitner wurde am 23. Juli 1905 geboren. Er hat als Kriegsdienstverweigerer und Zeuge Jehovas die Konzentrationslager Buchenwald, Niederhagen und Ravensbrück überlebt. Im Juli 1943 wurde er mit der Verpflichtung zur lebenslangen Zwangsarbeit in der Landwirtschaft entlassen. Als er 1945 dann einen Einberufungsbefehl der deutschen Wehrmacht erhielt, floh er ins Gebirge und versteckte sich wochenlang in einer Höhle und später in einer Almhütte.

Um jungen Menschen ein authentisches Bild der Geschichte zu vermitteln, reiste Engleitner in den vergangenen acht Jahren - trotz körperlicher Beschwerden und hohen Alters - mehr als 81.000 Kilometer. (APA)

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    Der 101-jährige KZ-Überlebende Leopold Engleitner wurde mit dem "Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich" und dem deutsche "Verdienstkreuz am Bande" geehrt.

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