Beckham soll anschieben

17. Juli 2007, 12:39
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Laut L.A.Galaxy-Präsident Alexi Lalas bereits jetzt beispiellose positive Auswirkungen auf Klub und Liga

Los Angeles - Der Wechsel des englischen Fußball-Superstars David Beckham zu Los Angeles Galaxy könnte finanzielle Auswirkungen auf die gesamte US-amerikanische Major League Soccer (MLS) haben. Der 32-jährige Mittelfeldspieler, einer der bekanntesten Sportler weltweit und höchst lukrativer Werbeträger, soll beim kalifornischen Club in fünf Jahren rund 193 Millionen Euro verdienen. Galaxy-Präsident Alexi Lalas erhofft sich durch das Engagement des Engländers positive Effekte auf die Gehälter der übrigen Spieler, die nur einen Bruchteil der Summe des Engländers verdienen.

"Ich glaube, die Spieler sehen es als Möglichkeit, sich in seinem Scheinwerferlicht zu präsentieren", sagte Lalas am Montag. "Wenn Beckham beim Wachstum der Liga mithelfen kann, wird sich das auch auf das gesamte Land und auf die Bezahlung der anderen Spieler auswirken", meinte der Ex-US-Teamspieler über den ehemaligen Real-Madrid-Akteur, der am Freitag offiziell vorgestellt wird.

Einkommensschere

Das Fixgehalt (ohne Werbeeinnahmen) des Engländers ist mit 4,0 Mio. Euro laut Angaben der US-Spielergewerkschaft 50-mal höher als das Durchschnittsgehalt eines MLS-Spielers. So erhält etwa der am zweitbesten bezahlte LA-Kicker, US-Teamspieler Landon Donovan, rund 660.000 Euro jährlich. Mit 734.000 Euro Jahressalär ist Claudio Reyna von den New York Red Bulls derzeit der US-Top-Verdiener in der MLS.

"Die positiven Auswirkungen, die seine Vertragsunterzeichnung auf unseren Klub, die Liga und unseren Sport bereits gehabt hat, sind beispiellos", betonte Lalas und spielte dabei auf die stark gestiegenen Ticket-Vorverkaufszahlen an.

Mit seinem attraktiven Äußeren, seiner publicityträchtigen Ehefrau und seinem Talent zur Selbstvermarktung ist Beckham der Traum jedes Marketing-Agenten. In vier Jahren bei Real Madrid verhalf er dem spanischen Rekordmeister am lukrativen asiatischen Markt Fuß zu fassen. Während seiner ersten sechs Monate bei Real wurden über eine Million Beckham-Dressen verkauft. Nach seinem Weggang von den Königlichen hatte der Marketing-Direktor der Madrilenen die Einnahmen, die durch Beckham erzielt wurden, mit 440 Mio. Euro angegeben.(APA/Reuters)

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    Schulterpolster sind doch out!

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