Verordnungen wegen Schaums in Begutachtung

13. Juli 2007, 15:41
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Soll strengere Auflagen für den Gewässerschutz bringen

Mit neuen Verordnungen soll der Streit mit Ungarn um die Verschmutzungen des Flusses Raab durch österreichische Firmen entschärft werden: Umweltminister Pröll hat am Freitag zwei neue Verordnungen vorgelegt, die strengere Auflagen für den Gewässerschutz bringen sollen. In Begutachtung geschickt wurden eine Abwasseremissionsverordnung für Gerbereien sowie eine Qualitätszielverordnung für Chlorid.

Die Neuregelungen seien ein erster wichtiger Schritt des Aktionsprogramms zur Lösung des Raab-Konfliktes, auf das sich Pröll und sein ungarischer Amtskollege Gabor Fodor vergangene Woche in Budapest geeinigt haben, so der Minister. Dem Aktionsprogramm zufolge sollen auf österreichischer Seite sowohl die Grenzwerte der Abwasseremissions-Verordnung für Gerbereien verschärft als auch eine dritte Reinigungsstufe bei den Gerbereien vorbereitet werden. Weiters sollen die Salzbelastung des Raab-Lafnitz-Systems gesenkt sowie ein Renaturierungsprojekt für Raab umgesetzt werden.

Neuer Grenzwert

Im Detail sieht das Aktionsprogramm die Festlegung eines neuen Grenzwertes für Chlorid in Gewässern vor. Zusätzlich wird in einer Novelle zur Abwasseremissionsverordnung für Gerbereien ein neuer Parameter eingeführt und begrenzt, der die Schaumkapazität des Abwassers charakterisiert.

Gleichzeitig werden die Grenzwerte für CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf) und TOC (Total Organic Carbon) verschärft. Die Entwürfe der heute in Begutachtung gehenden Verordnungen sollen im September verlautbart werden. (APA)

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