Regine Crespin 80-jährig gestorben

5. Juli 2007, 20:28
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Die französische Sopranistin galt als eine der großen Operndiven des 20. Jahrhunderts

Paris - Die französische Sopranistin Regine Crespin ist heute, Donnerstag, in einem Pariser Spital im Alter von 80 Jahren gestorben, gab das Plattenlabel EMI bekannt. Am 23. Februar 1927 in Marseille geboren, galt die Sängerin als eine der großen Diven des 20. Jahrhunderts. 1989 hatte sie sich nach einer internationalen Abschiedstournee von der Bühne und aus dem Konzertsaal zurückgezogen.

Die Tochter einer Italienerin und eines französischen Geschäftsmannes sollte nach dem Willen ihrer Eltern Apothekerin werden. Sie machte aber ihr Hobby, das Singen, zu ihrem Beruf. Mit 23 Jahren hatte Regine Crespin in Mühlhausen im Elsaß als Elsa in Wagners "Lohengrin" so großen Erfolg, dass der Dirigent Andre Cluytens die grazile Debütantin sofort an die Oper von Paris holte. Ihre Weltkarriere begann 1958 in Bayreuth unter Wieland Wagner als Kundry in Wagners "Parsifal".

1959 wurde die Sängerin auf dem Opernfestival von Glyndebourne in der Rolle der Marschallin im "Rosenkavalier" als Nachfolgerin der legendären Lotte Lehmann gefeiert. 1962 trat Crespin in Lehmanns Inszenierung der Strauss-Oper an der Met in New York als Marschallin auf. Die wandlungsfähige Sängerin sang viele Wagner-Partien, spielte alle Verdi-Heldinnen und verkörperte Giacomo Puccinis "Tosca" oder Georges Bizets "Carmen". Zuletzt stand sie 1989 in Paris umjubelt in einer polnischen Inszenierung in Peter Tschaikowskys "Pique Dame" im Palais des Congres auf der Bühne. (APA)

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    foto: emi
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