Hitze tötet den Erreger rasch

4. Juli 2007, 14:59
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Erreger kann auch durch nicht anfällige Vögel in einem Gebiet am Leben erhalten und übertragen

Wien - Spätestens seit den jüngsten Vogelgrippe-Fällen in Deutschland und Tschechien ist klar, dass das Virus nach Mitteleuropa zurückgekehrt ist oder möglicherweise gar nicht weg war. "Die Erreger können bei geeigneten Bedingungen geraume Zeit im Freien überdauern", erklärte dazu Michael Hess, Leiter der Geflügelklinik an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW).

Auch für die Krankheit wenig anfällige Vögel können das Virus in einem Gebiet am Leben erhalten. Sie erkranken nicht selbst, können den Erreger aber an andere Vögel weitergeben.

Relativ empfindlich sind die Erreger gegen Wärme und Hitze. Nach 15 Minuten bei 60 bis 70 Grad beginnen sie abzusterben. Daher sei der Hochsommer für das Wiederaufflammen der Vogelkrankheit eher ungewöhnlich.

In Österreich laufen mehrere Monitoring-Programme, bei denen verendete oder kranke Tiere auf den H5N1-Erreger untersucht werden. So führt etwa die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) laufende Kontrollen durch. An der VUW wurden in diesem Jahr bereits zehn verletzte Schwäne - die als besonders anfällig für Vogelgrippe gelten - und 20 sonstige Wasservögel auf das Virus getestet, bisher alles negativ.

Der Vogelgrippe-Erreger H5N1 gilt wie andere Grippe-Viren als besonders mutationsfreundlich, er verändert sich sehr rasch. Experten befürchten daher sei langem, dass sich das Virus auch derart verändern könnte, dass sich Menschen aneinander anstecken können. Bis jetzt sind Ansteckungen nur von Vogel auf Mensch möglich und eher die Ausnahme. Die Gefährlichkeit hat H5N1 unter Beweis gestellt, bis Ende Juni waren alleine in Indonesien 80 Menschen am Vogelgrippeerreger gestorben. (APA)

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