Regen, Spielausfälle, Terror-Angst

8. Juli 2007, 16:53
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Sicherheitsvorkehrungen rund um das Turnier wurden weiter verschärft

London - Das Turnier in Wimbledon 2007 wird als eines der düsteren in die Geschichte des All England Clubs eingehen. Auch der Beginn der zweiten Woche der bedeutendsten Tennis-Veranstaltung der Welt war am Montag von heftigen Regenfällen und langen Spielunterbrechungen geprägt. Noch schlimmer aber war die latente Angst vor Terror-Anschlägen, wie sie die Londoner Innenstadt sowie der Flughafen von Glasgow am Wochenende erlebt haben.

Über Nacht waren deshalb rund um die Anlage an der Church Road im Südwesten der britischen Hauptstadt Beton-Barrieren aufgestellt worden. Durch die etwa ein Meter hohen Sperren sollen Anschläge wie auf dem Glasgower Flughafen verhindert werden. Außerdem wurden die Kontrollen aller Fahrzeuge rund um die Tennis-Anlage intensiviert. Die Sicherheitschecks aller Besucher sowie der zahlreichen Lieferanten waren schon in den vergangenen Tagen in Absprache mit der Polizei verstärkt worden.

"In Folge der Ereignisse in London und Glasgow und unserer Gespräche mit der Polizei und den anderen Sicherheits-Organen sowie aufgrund der Überlegungen die allgemein höheren Standards in London und im ganzen Land betreffend, hat uns die Polizei aufgefordert, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen", erklärte der Generalmanager des All England Clubs, Ian Richie. "Deshalb haben wir die Auto-Blocker aufgestellt. Für die längeren Kontrollen bitten wir um Verständnis."

Warten mussten die Besucher freilich auch, nachdem sie die schmiedeeisernen Tore von Wimbledon passiert hatten. Regen, Regen und nochmals Regen prägte auch am ersten Tag der zweiten Turnierwoche das Geschehen. So zog etwa Venus Williams am Montagnachmittag bei strömendem Regen ins Achtelfinale ein. Die dreifache Siegerin aus den USA besiegte die Japanerin Akiko Morigami nach hartem Kampf 6:2,3:6,7:5. Trotz einsetzenden und immer stärker werdenden Regens hatte der Oberschiedsrichter die letzten Ballwechsel der Partie abgewartet und erst dann das Kommando zum Ausrollen der grünen Planen gegeben.

French-Open-Siegerin Justine Henin aus Belgien hatte beim 6:2,6:2 im Achtelfinale gegen die Schweizerin Patty Schnyder dagegen keinerlei Probleme. Sie trifft nach dem 56 Minuten Kurzauftritt nun auf Daniela Hantuchova aus der Slowakei oder Serena Williams. Venus Williams erwartet in der Runde der letzten 16 das Duell der Wimbledon-Siegerinnen mit der Russin Maria Scharapowa, die das Grand-Slam-Turnier in London 2004 gewonnen hat.(APA/dpa)

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    KFZ-Kontrolle.

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