Auch der Juni ist ein übernormal warmer Monat

6. Juli 2007, 18:31
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Längere kräftige Kälteeinbrüche blieben aus

Wien - Schon vor Ablauf der letzten zwei Tage des Monats steht fest, dass auch der Juni 2007 kein Ende der mit dem September 2006 begonnenen Reihe übernormal warmer Monate gebracht hat. Die höchste Temperatur des Monats meldete Tulln/Langenlebarn am 21. Juni mit 36,2 Grad. Von Frost auf den Bergen abgesehen war es gleich am 1. des Monats mit zwei Grad in St. Anton am Arlberg am kältesten. Das gab die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Freitag bekannt.

Die Monatsmittel der Temperatur werden laut dem Klimatologen Helmut Derka in großen Teilen Österreichs um zwei bis drei Grad über dem langjährigen Durchschnitt liegen. Nur etwa 1,5 bis 2 Grad übernormal sind die erwarteten Werte in Vorarlberg. Mehr als drei Grad übernormal warm wird der Juni 2007 an einigen Messstellen im Grenzbereich Ober- und Niederösterreichs sowie im äußersten Osten Österreichs. Der Juni übertrifft zwar in keiner Landeshauptstadt die Rekordmonatsmitteltemperaturen des Juni 2003, wird aber in Innsbruck, Salzburg-Freisaal, Linz, St. Pölten, Wien-Hohe Warte und Eisenstadt zu den fünf wärmsten gehören.

Keine Kälteeinbrüche

"Es waren nicht einzelne Rekordhitzetage, die zu einem derart hohen Monatsmittel führten. Vielmehr, wie schon in einigen Vormonaten, blieben längere kräftige Kälteeinbrüche aus. Erst gegen Monatsende sank die Temperatur ein wenig unter den langjährigen Durchschnitt. Eine Wetterlage, wie sie für die eigentlich im Juni zu erwartende Schafskälte charakteristisch ist, herrschte schon in den letzten Maitagen", erläuterte Derka.

Niederschlag

Die Monatssummen des Niederschlags betrugen bis Freitag in großen Teilen Österreichs 75 bis 100 Prozent des Normalwertes. In Teilen Ober- und Niederösterreichs sowie des Südens wurden erst 40 bis 75 Prozent. Einige starke Gewitterregen und lokale Unwetter ergeben aber große lokale Unterschiede. Örtlich im Süden des Landes Salzburg und im Raume Krems erreichen die Junisummen schon jetzt mehr als 200 Prozent der normalen Mengen. "Bad Gastein mit 61 und Mariapfarr mit 60 Millimeter Tagesmengen jeweils am 20. Juni gehören sicher zu den Spitzenreitern des Monats", so Derka.

Die Sonne leistete im Juni wenige Überstunden. Bis heute wurden von den Landeshauptstädten in St. Pölten mit 266 Sonnenstunden die meisten und in Bregenz mit 191 die wenigsten registriert. Verglichen mit den langjährigen Durchschnitten führt Linz mit 122 Prozent derselben (248 statt normal 204 Stunden). Bregenz ist auch in dieser Rangliste mit 92 Prozent (191 statt normal 208 Stunden) Schlusslicht. In Wien verlief der Juni mit 263 Sonnenstunden (118 Prozent von normal 223 Stunden) durchaus sonnig. (APA)

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ZAMG
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