Tirol: Szenarien alpiner Katastrophen

4. Juli 2007, 21:53
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Landeshauptmann Herwig van Staa vermutet, dass sich in Tirol "Katastrophen häufen werden"

Innsbruck - Eine internationale Konferenz mit mehr als 600 Teilnehmern soll im Oktober Innsbrucks Ruf als "wichtigster Standort der Gebirgsforschung" festigen. In dieser Rolle wird Innsbruck von den Veranstaltern von "Managing Alpine Future" gesehen. Das sind Axel Borstorf von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Forschungsstelle für Gebirgsforschung), Tilman Märk, Vize-rektor der Uni Innsbruck und Eric Veulliet vom landesfinanzierten Kompetenzzentrum alpS.

Für die acht Kernbereiche der Konferenz (darunter Tourismus, Naturgefahren und Energie) wurde international zu Diskussionsbeiträgen über aktuelle Forschungsergebnisse aufgerufen, die Auswahl trifft ein wissenschaftliches Komitee. Borstorf, dessen Institut vor zwei Jahren eingerichtet worden ist, sieht für den Alpenraum den Klimawandel und die Konsequenzen der Globalisierung als zentrale Herausforderung. Die notwendige Entwicklung von Anpassungsstrategien kann aus Sicht von Veulliet nur transdisziplinär erfolgen.

Landeshauptmann Herwig van Staa erwartet, dass sich in Tirol "Katastrophen häufen werden". Van Staa will deshalb hochalpine Speicher zum Hochwasserschutz ergänzend zu seiner Kraftwerksoffensive forcieren und hat dabei jüngst auch wieder einen Speicher Rofenache im hintersten Ötztal ins Spiel gebracht. (hs/DER STANDARD Printausgabe 28.6.2007)

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