Nahr al-Bared noch nicht vollständig unter Armee-Kontrolle

2. Juli 2007, 10:15
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300 Kämpfer von Fatah al-Islam laut Minister getötet oder verwundet

Beirut - Die libanesischen Streitkräfte haben seit Beginn der Gefechte in der palästinensischen Flüchtlingssiedlung Nahr al-Bared im Nordlibanon vor einem Monat etwa 300 Kämpfer der sunnitischen Extremisten-Miliz Fatah al-Islam getötet oder verwundet. Lediglich einige Dutzend Kämpfer hielten sich noch dort auf, sagte Verteidigungsminister Elias Murr am Dienstag in einem Interview des Fernsehsenders Al-Arabiya. Das Heer habe die verbliebenen Mitglieder der Miliz in einem kleinen Bereich der Siedlung nahe der Hafenstadt Tripoli in die Enge getrieben. Das Militär kontrolliere 80 Prozent von Nahr al-Bared, sagte der Minister.

Die Kämpfe in der Siedlung begannen am 20. Mai und entwickelten sich zu den heftigsten seit dem libanesischen Bürgerkrieg von 1975 bis 1990. Den Gefechten fielen laut Murr 84 libanesische Soldaten zum Opfer. Außerdem wurden mindestens 60 Milizionäre und mehr als 20 Zivilpersonen getötet. (APA/AP)

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