Ex-Regierungschefin Zia wegen Attentats angeklagt

16. Juli 2007, 07:33
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Anschlag auf damalige Oppositionsführerin hatte zwanzig Menschenleben gefordert

Dhaka - In Bangladesch ist die frühere Ministerpräsidentin Khaleda Zia wegen eines Grantenanschlags auf ihre Rivalin Sheikh Hasina, die Vorsitzende der Awami Liga (BAL), angeklagt worden. Vor einem Strafgericht in Dhaka wurde am Dienstag ebenfalls Anklage gegen 27 weitere Verdächtige erhoben, darunter Zias Sohn Tarique Rahman sowie drei Anführer der Islamisten-Organisation Jamaat-I-Islami. Zia hatte bis zum vergangenen Jahr eine Koalition aus ihrer Nationalpartei (BNP) und der Islamisten-Organisation geleitet.

Bei dem Anschlag auf die damalige Oppositionsführerin Hasina während einer Demonstration waren vor drei Jahren mehr als 20 Menschen getötet worden. Sheikh Hasina, die von einem Lastwagen aus zu den Demonstranten gesprochen hatte, war dem Anschlag nur knapp entgangen. Sie machte die damalige Regierung für die Bluttat verantwortlich.

Die derzeitige Übergangsregierung, die Wahlen vorbereiten soll, hat den Fall neu aufrollen lassen. Zia regierte das Land von 1991 bis 1996 und von 2001 bis 2006. (APA/dpa)

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