Tele2UTA klagt Telekom erneut - Streit über fehlende Kostenangabe

4. Juli 2007, 12:13
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Unternehmen wirft Telekom-Tochter eTel vor, in der Werbung die Grundgebühr zu verschweigen

Nächste Runde im Streit zwischen Tele2UTA und der Telekom Austria. Nachdem der größte Alternative Anbieter der Ex-Monopolisten bereits vor einem Monat wegen angeblich "irreführender Werbung" klagte, geht es nun gegen die Telekom-Tochter eTel und deren Werbebotschaft. Demnach verschweige eTel die tatsächlich anfallenden Kosten und behaupte gleichzeitig eine nicht vorhandene Preisführerschaft.

Tele2UTA-Chef Robert Hackl wirft der Telekom, vor "mittlerweile systematisch ihre eigene Grundgebühr" zu verschweigen. Tele2UTA habe daher beim Landesgericht Eisenstadt Klage auf Unterlassung der irreführenden Werbung (§2 UWG) eingebracht, so das Unternehmen am Montag in einer Aussendung.

Tele2UTA rechnete vor: "In der Werbung und einer Presseaussendung vom 29. Mai 2007 behauptet die Telekom-Tochter eTel mit ihrem Produkt 'ADSL basic flat' und einem Preis von 19,90 Euro im Monat jetzt 'Österreichs günstigste Flatrate' anzubieten. Dabei wird allerdings nicht darüber aufgeklärt, dass zusätzlich zum beworbenen Preis von 19,90 Euro pro Monat auch noch die Telekom Austria Grundgebühr in der Höhe von 15,98 Euro monatlich zu bezahlen ist. Rechnet man diese beiden Beträge zusammen, entstehen den Kunden Kosten von insgesamt 35,88 Euro monatlich. Das ist weit von Österreichs günstigster Flatrate entfernt."

eTel wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. "So bald wir etwas sagen können, werden wir Bescheid geben", teilte das Unternehmen auf APA-Anfrage mit.

Klagen

Zuletzt ging es bei der Klage gegen die Telekom um die wahren Kosten eines 10-Euro-Flatrateangebotes. Vorwurf damals: Zu dem 10-Euro-Tarif komme noch die Telefon-Grundgebühr von 15,98 Euro dazu. Außerdem gelte der 10-Euro-Tarif nur sechs Monate, während die Vertragsbindungsdauer 12 Monate laufe. Nach sechs Monaten steige der Preis für "aonflat" von 10 auf 49,90 Euro. Mache zusammen 65,88 Euro.

Die Telekom Austria hielt damals fest, dass zwar die Grundgebühr dazukomme, die 49,90 Euro aber nur für das teuerste Produkt anfielen. Für die günstigste Lösung steige der Preis nach sechs Monaten von 10 auf 19,90 Euro. Damit zahlt ein aonspeed-Kunde nach sechs Monaten im günstigsten Fall 35,88 Euro statt der beworbenen 10 Euro. (APA)

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