SS-Veteranen unter schwerem Antifa-Beschuss

27. Juli 2007, 12:01
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Treffen in Eberschwang im Bezirk Ried im Innkreis sorgt für Wirbel

Linz – Für Wirbel sorgt jetzt ein offensichtlich für das kommende Wochenende angesetzte Treffen österreichischer und deutscher SS-Veteranen in Eberschwang im Bezirk Ried im Innkreis. Antifaschistische Organisationen fordern von Politik und Behörden ein "sofortiges Verbot" der Veranstaltung.

Vonseiten der Exekutive beschränkt man sich aber aufs Beobachten. Die Versammlungen würden seit geraumer Zeit immer wieder stattfinden und seien stets "strengstens überwacht" worden, so Oberösterreichs Sicherheitsdirektor Alois Lissl. "Man darf die Sache nicht verharmlosen", allerdings habe es bisher noch keinen Fall von Wiederbetätigung bei den Treffen gegeben. Für heuer rechnet Lissl mit etwa 20 Teilnehmern "zwischen 75 und 90 Jahren – es werden jedes Jahr weniger". Für den Vorsitzende der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und KZ-Überlebenden, Hans Marsalek, reicht dies nicht: "Die Leute haben einer Organisation von Massenmördern angehört und aus der Geschichte nichts gelernt. Im Namen der Mauthausen-Häftlinge appelliere ich dringend, die Zusammenkunft der Ewiggestrigen zu unterbinden." (mro, DER STANDARD - Printausgabe, 1. Juni 2007)

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