Schottischer Kardinal übt scharfe Kritik an Abtreibungsgesetz

25. Juli 2007, 14:05
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Schwangerschaftsabbrüche seien für viele eine Form von Geburtenkontrolle geworden, so Keith O'Brien

Edinburgh - Der schottische Kardinal Keith O'Brien fordert eine Verschärfung der britischen Abtreibungsgesetze. "Schwangerschaftsabbrüche sind für viele eine Form von Geburtenkontrolle geworden", kritisierte der Erzbischof von Edinburgh am Mittwoch in einem Gottesdienst laut Kathpress. Die der Zerstörung von Leben zu Grunde liegende Gesetzeslage müsse geändert werden, um zu einer Gesellschaft zurückzugelangen, die "voller Freude neues Leben akzeptiert", so O'Brien.

Der Kardinal äußerte sich im Blick auf den weltweit am 1. Juni begangenen "Tag des Lebens". Er erinnerte an die gesetzliche Legalisierung der Abtreibung in Großbritannien vor 40 Jahren. Nach heftigen Debatten erklärte das Parlament am 27. Oktober 1967 Abtreibungen in den ersten 28 Schwangerschaftswochen straffrei. 1990 wurde die Frist auf 24 Wochen verkürzt. Jüngsten Angaben zufolge entschieden sich 2005 etwa 194.000 Britinnen für eine Abtreibung.

Ausschluss von Sakramenten

O'Brien wies darauf hin, dass sich Katholikinnen und Katholiken gemäß kirchlicher Lehre nicht für Abtreibungen entscheiden oder an diesen mitwirken dürften. Wer dies dennoch tue, sei von den Sakramenten ausgeschlossen. (APA)

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