Power-Machine-Anteil vor Verkauf

1. Juli 2007, 18:52
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Sperrminorität steht zur Disposition

Sotschi - Der Münchner Technologiekonzern Siemens erwägt den Verkauf seines Anteils am russischen Turbinenbauer Power Machines. Stattdessen könne Siemens selbst ein Turbinen-Werk in Russland oder Indien bauen, sagte Siemens-Russland-Chef Dietrich Müller am Donnerstag auf einer Branchentagung in Sotschi am Schwarzen Meer. Siemens ist mit 25 Prozent plus einer Aktie an Power Machines beteiligt.

Übernahmestopp

Die von Siemens angestrebte Übernahme einer Kontrollmehrheit war 2005 von den Kartellbehörden aus Gründen der nationalen Sicherheit gestoppt worden, weil Power Machines auch Rüstung produziert.

"Wenn diese Tragödie mit Power Machines so weiter geht und der Wert unserer Beteiligung sinkt, dann könnten wir unseren Anteil auch verkaufen und ein großes neues Werk bauen", sagte Müller.

Der russische Stromversorger UES hält die Mehrheit an Power Machines und hat angekündigt, seinen Anteil nur an einen russischen Investor verkaufen zu wollen.

Mit einem Verkauf wird in der ersten Jahreshälfte 2008 gerechnet.

Ausländische Investitionen sind in Russland in den letzten Jahren streng begrenzt worden. Präsident Wladimir Putin forciert die Bildung staatlich kontrollierter so genannter "nationaler Champions", die im internationalen Wettbewerb bestehen sollen. (APA/Reuters)

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