Mittelschüler-Kartellverband spricht sich "eher für Verhütung" aus

25. Juli 2007, 14:05
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"Die Frage nach dem Leben" ist Jahresthema des MKV - Gespräch mit Erzbischof Kothgasser bei Pfingsttreffen geplant

Wien - Der Mittelschüler-Kartellverband (MKV) hat in der Frage der Abtreibung Stellung bezogen. "Wir sind der Meinung: Eher verhüten als Abtreiben", sagte der Vorsitzende Helmut Schmitt bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Die Frage nach dem Leben", die sich der MKV als Jahresthema gewählt hat, ist auch Titel einer Broschüre. Diese soll nun etwa Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky vorgelegt werden.

"Hormonstau" Jugendlicher akzeptieren

"Es ist nicht unsere Absicht, Kondome zu verteilen", stellte Schmitt klar. Radikale Standpunkte habe man aber ebenso vermieden, denn: "Die heutige Jugend lebt unter anderen Regeln." So müsse man auch den "Hormonstau" Jugendlicher akzeptieren. An die Ministerin soll es keine konkreten politischen Forderungen geben, so Schmitt. Auch für Friedrich Grohmann, Koordinator der Arbeitskreise, ist Kommunikation der effektivere Weg, Bewusstsein zu schaffen.

Einmal im Jahr legt der MKV am Pennälertag, dem traditionellen Pfingsttreffen, ein Jahresthema fest. Nicht nur Abtreibung und Verhütung wurden diskutiert. Schmitt: "Die Frage nach dem Leben ist eine wesentlich breitere." So beschäftigte man sich auch mit Sterbehilfe, Genforschung und Bioethik, sowie Krieg und Todesstrafe. Unter den Unterstützern finden sich diesmal der Arbeitsrechtler Wolfgang Mazal und der pensionierte Bundesheergeneral Karl Majcen.

Treffen mit Kothgasser

Interessant findet Schmitt die derzeitige Auseinandersetzung zwischen dem Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller in der Abtreibungsfrage. So habe Kothgasser als Argumentation ebenfalls die Formulierung der "Frage nach dem Leben" verwendet. Beim Pfingsttreffen des MKV, das in diesem Jahr in Salzburg stattfinden wird, wolle man mit dem Erzbischof ins Gespräch kommen, so Schmitt. Zuerst gilt es aber, die Broschüre vor allem in Schulen publik zu machen. Durch Unterstützung der öffentlichen Hand hofft man, die derzeitige Auflage von 1.000 Stück erhöhen zu können. (APA)

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