Chinesische PC-Firma Lenovo profitiert von US-Sparte

3. Juni 2007, 14:49
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Erstmals seit Integration der IBM-Computersparte wieder deutliche Gewinne im ersten Quartal

Der weltweit viertgrößte PC-Hersteller Lenovo hat im vergangenen Geschäftsjahr trotz der langwierigen Probleme mit der früheren IBM-Computersparte seinen Gewinn versiebenfacht. Chinas Branchenprimus verdiente nach Angaben vom Mittwoch netto 161 Millionen Dollar nach gut 22 Mio. im Vorjahr. Allein zwischen Jänner und März machte Lenovo einen Nettogewinn von 60 Mio. Dollar - Anfang 2006 musste Lenovo noch ein Minus von 116 Mio. verschmerzen. Hierzu trug vor allem eine Trendwende seiner US-Sparte bei.

Acer vor Lenovo

Zu Jahresanfang verdrängte der taiwanesische Hersteller Acer Lenovo vom dritten Branchenplatz. Der chinesische Konzern hatte 2005 die PC-Sparte von IBM gekauft, die ihm vor allem in Japan und den USA Probleme bereitete. Der Absatz in seiner Heimat, nach den USA der weltgrößte Computermarkt, lief dagegen bisher gut. In China beherrscht Lenovo zwei Drittel des Marktes - aber auch hier droht ein Preiskrieg mit dem US-Konzern Dell, der einen Frontalangriff mit Billig-PCs plant. Lenovo ist eine von wenigen chinesischen Firmen, die eine globale Marke aufbauen wollen. Branchenexperten bemängeln hierbei jedoch unter anderem die geringe Auslandserfahrung und ein langweiliges Produkt-Design.

Mehr Umsatz

Seinen Umsatz steigerte Lenovo im gesamten Geschäftsjahr um zehn Prozent auf 14,6 Mrd. Dollar. Zwischen Jänner und März verkaufte Lenovo rund 17 Prozent mehr Computer als ein Jahr zuvor und konnte damit über dem Branchenschnitt zulegen. Seine Aktien büßten in diesem Zeitraum dennoch rund ein Zehntel ihres Wertes ein.(APA/Reuters)

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