Österreichs Medienmillionäre - Mit Grafik

22. Juni 2007, 15:06
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Wie viel die größten Verlage und Sender des Landes 2006 umsetzten - Zuwachs weisen alle aus - bis auf die großen Geheimniskrämer Mediamil

Zwischenstand in einem hoch konzentrierten Medienland, ein Rundruf des STANDARD: Wie viel die größten Verlage und Sender des Landes 2006 umsetzten. Zuwachs weisen alle aus - bis auf die großen Geheimniskrämer Mediamil.

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Die Dimensionen sind nicht neu, aber immer wieder eindrucksvoll: Der Konzernumsatz des größten österreichischen Medienunternehmens namens ORF nähert sich der Euromilliarde. Ihn holt die Nummer 2, Zeitungsriese Mediaprint von "Krone" und "Kurier", selbst dann nicht ein, wenn sie die Umsätze der Verlagsgruppe News dazurechnet. An der hält der Kurier ja 25,3 Prozent.

Der "Mediamil"-Komplex aus größtem Zeitungskonzern und marktbeherrschendem Magazinkonzern ist schweigsam. News verweist auf Mehrheitseigentümer Gruner+ Jahr. Der größte Magazinkonzern Europas veröffentlicht keine Detaildaten. Der Umsatz blieb stabil, die Zahl der Mitarbeiter dürfte unter den 532 von 2005 liegen. Vom (nicht bezifferten) besten Ergebnis seit Gründung ist die Rede.

Aus der Mediaprint verlauten unverändert vage "rund 500 Millionen Euro" Umsatz und "rund 2000 Mitarbeiter". Interne Quellen sprachen von 550 Millionen Umsatz. Das Ergebnis soll mit um 60 Millionen Euro einen Spitzenwert erreicht haben.

Damit läge es über dem Jahresumsatz des STANDARD. Geschäftsführer Wolfgang Bergmann berichtet von "rund 51 Millionen Euro" ohne die 7,25 Millionen von derStandard.at. Reinhold Gmeinbauer von der "Presse" meldet für seine Gruppe, also mit diepresse.com 51,627496,38 Euro Umsatz bei 230 Mitarbeitern.

"Die Presse" wird als Teil der Styria Medien AG in der Grafik nicht getrennt ausgewiesen. Dem drittgrößten Konzern gehören zudem "Kleine Zeitung", "Wirtschaftsblatt" und die Magazingruppe Styria Multi Media (Diva, Wienerin), die sich mit dem Sportmagazin Verlag zusammentut. Gemeinsam schaffen die beiden Magazinverlage rund 35 Millionen Euro, ein Bruchteil der 160 Millionen von News.

Weniger als 100 ihrer 468 Millionen Euro macht die Styria mit Auslandsgeschäft in Kroatien und Slowenien.

Bedeckt hält sich weiter der Verlag der "Oberösterreichischen Rundschau2, den die Tiroler Moser Holding übernehmen will. Schätzung: 40 Millionen. Damit liegt er auf Umsatzhöhe der APA, die aber neuerlich das beste Ergebnis ihrer Geschichte einfuhr. Vom Vorarlberger Medienhaus liegen nur Inlandsdaten ohne beträchtliche Beteiligungen in Ungarn, Rumänien vor.

Österreich wollte für das Rumpfjahr 2006 noch keine Zahlen nennen. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 19./20.5.2007)

  • Die Umsätze 2006 der österreichischen Medienunternehmen, jeweils eigene Angaben, bei Verlagsgruppe News Schätzung.
    grafik: der standard

    Die Umsätze 2006 der österreichischen Medienunternehmen, jeweils eigene Angaben, bei Verlagsgruppe News Schätzung.

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