Swiss Post auf Pakete scharf

22. Juni 2007, 12:22
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Schweizer wollen Geschäft in Österreich stärken - Vertriebspartner sind Hermes und primeMail

Wien - Die Swiss Post International (SPI), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Schweizerischen Post, will verstärkt ins Paketgeschäft in Österreich einsteigen. Angesprochen werden Geschäftskunden, die grenzüberschreitend Post- und Paketsendungen bis 31,5 kg an ihre Endkunden zustellen, wie Versandhandelsunternehmen, Druckereien, Fulfillment- und Lettershops, Internet-Versand-Anbieter oder Teleshopping-Sender. Als Partner für den Vertrieb in Deutschland agiert der auf Privatkunden spezialisierte Anbieter Hermes und primeMail, teilte SPI am Dienstag in einer Aussendung mit.

Hermes startet im Sommer ebenfalls in Österreich und will der Post bis zu 10 Mio. Pakete abjagen. Bis zum Jahresende sollen fünf Verteilzentren, 35 Niederlassungen und rund 1.000 Paketshops entstehen. Zum Vergleich: Die Österreichische Post hat derzeit noch 1.334 Postämter. Einen Preiskampf mit Hermes schloss die Post aus, sie will durch Service punkten, wobei sie insbesondere auf den Kooperationsvertrag mit dem Mineralölkonzern OMV setzt, dessen Tankstellenjobs teilweise als Paketannahmestellen fungieren.

2006 erzielte SPI einen Umsatz von insgesamt 1.079 Mio. Schweizer Franken (686 Mio. Euro) und ein Betriebsergebnis von 58 Mio. Franken (37 Mio. Euro). Swiss Post International Austria ist in Biedermannsdorf bei Wien angesiedelt. Zusätzlich führt SPI Austria ein Fulfilment Center in Lauterach, Vorarlberg. Das Unternehmen beschäftigt 60 Personen. (APA)

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    foto:swiss post
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