Biobauern fordern mehr Geld

7. Juni 2007, 16:46
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Der neue Obmann von Bio Austria sieht mit verbesserten Rahmen­bedingungen eine Chan­ce, Bauern zum Umstei­gen auf Bio zu bringen

Wien - Der neue Obmann von Bio Austria, Rudi Vierbauch, hofft auf eine Anhebung der Bioförderung im Rahmen des nationalen Förderprogramms für den Ländlichen Raum. Dieser so genannte "Grüne Pakt" biete die Möglichkeit, nachzubessern, zumal das Programm von Brüssel noch nicht genehmigt ist, sagte der Kärntner Biobauer im Interview mit den "Salzburger Nachrichten" von Montag.

Die Kürzung der Bioförderung im Umweltprogramm sei ein falsches Zeichen gewesen, betonte Vierbauch: "Wir brauchen vor allem in der Politik ein bisschen offenere Köpfe, die "Bio" nicht als Gegnerschaft, sondern als Chance sehen", so der Bio-Experte. Es gebe viele Bauern, die gerne auf Bio umsteigen wollten, von der vielen Arbeit, den unsicheren Aussichten und den strengen Kontrollen aber abgeschreckt würden. Diese gelte es abzuholen, so Vierbauch: "Wir würden uns leichter tun, wenn die offizielle Vertretung auch dahinter stünde".

Nachbesserung

Nachgebessert im "Grünen Pakt" sollte laut oberstem Biobauer unter anderem die Flächenprämie werden. Zudem sprach er sich der seit drei Wochen amtierende neue Bio Austria Obmann Vierbauch im Bericht für ein spezielles Sonder-Investitionsprogramm aus, mit dem vor allem in Bereichen, in denen es Nachholbedarf gebe, Anreize geschaffen werden sollten, beispielsweise in der Schweinehaltung.

Mit verbesserten Rahmenbedingungen sieht Vierbauch auch eine Chance, mehr Bauern zum Umsteigen auf Bio zu bringen. Der Markt habe sich zuletzt wesentlich besser entwickelt als erwartet, so der Bio-Experte. Mangelware seien Bioprodukte aber dennoch nicht: Bei Milch, Rindfleisch und Getreide sei die Versorgung sichergestellt. Nur bei Schweinefleisch und Gemüse gebe es zu wenig.

Neben der zu geringen Anzahl an Biobauern sieht Vierbauch auch bei der Verarbeitung Aufholbedarf: "Wir selbst müssen weiter an der Bündelung des Angebotes arbeiten". (APA)

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    foto: standard/christian fischer
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